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Far Cry 5 angespielt: Ein Hundeleben

Nach "Far Cry: Primal" in der Urzeit geht es in "Far Cry 5" wieder in die Gegenwart, diesmal nach Nordamerika. Als Söldner muss man im US-Bundesstaat Montana eine Sekte besiegen. Dafür können die Spieler diesmal Helfer engagieren.

Far Cry 5 angespielt: Ein Hundeleben

(Bild: Ubisoft)

Nach dem spielerisch originellen "Far Cry: Primal" von 2016 zeigt Ubisoft mit "Far Cry 5" wieder einen eher konventionellen Shooter, in dem man mit Scharfschützengewehr, Maschinenpistole und Baseballschläger in den Söldner-Kampf zieht. In der Gamescom-Demo besteht der Auftrag darin, eine Siedlung in einem fiktiven Teil des nördlichen US-Bundesstaates Montana zu befreien. Die dortigen Bewohner stehen unter der Fuchtel einer religiösen Sekte, die Abweichler gern mit einem Kopfschuss hinzurichten pflegt. Vor dem Einsatz wählt der Spieler einen von drei Begleitern, wobei man im fertigen Spiel mit bis zu zwei Kompagnons ein Team bilden darf. Im ersten Durchgang wählten wir eine Scharfzschützin und schickten sie auf einen Wasserturm, von wo aus sie den zentralen Platz des Ortes überblicken konnte.

Aus Ego-Sicht schleicht sich die Hauptfigur in den Ort, um bewaffnete Gegner hinterrücks auszuschalten. Als er entdeckt wird, greift der Held zur Maschinenpistole und lockt die Feinde auf den offenen Platz, wo die Scharfschützin sie nacheinander abschießen kann. Im zweiten Durchgang kam ein Schäferhund als Begleiter zum Einsatz. Das Tier beißt Feinde tot, zudem ergreift es mit seinem Maul Waffen und Munition, um sie zum Spieler zu tragen, der sich bei Munitionsknappheit über den Nachschub freut. Laut Entwickler soll man, wie in "Far Cry: Primal", wilde Tiere einsetzen dürfen, etwa um sie ins gegnerische Lager zu schicken, damit sie die Wachen ablenken.

Spielerisch funktioniert "Far Cry 5" demnach als waschechter Deckungs-Shooter mit Schleich-Elementen, wobei der Häuserkampf hier eine prominente Rolle spielt. Einen geeigneten Weg auszubaldowern stellt einen großen Reiz dar, wobei man wegen der vielen Möglichkeiten geneigt sein wird, den jeweiligen Einsatz mit anderer Taktik zu wiederholen. Nebenher geht man auf die Jagd und schießt Bären und Wölfe. Die Wölfe sind nicht ganz so aufdringlich wie in früheren Serienteilen, auch macht die Spielwelt den Eindruck, als sei sie nicht so übermäßig voll gerümpelt mit Gegnern wie "Far Cry: Primal". Nützliche Utensilien findet man in leer stehenden Häusern und in den Lagern von Gegnern, was zur Erkundung der Welt einlädt. Dabei kann man allerlei Fahrzeuge kapern, sogar einen Traktor, um damit Gegner platt zu fahren.

Die Landschaften sind hübsch und detailliert gestaltet, neben den Raubtieren sieht man eine Menge landestypischer Tiere, etwa Singvögel, und Häschen, die sich weitgehend natürlich in ihrem jeweiligen Habitat verhalten, also eifrig flattern und hoppeln. Laut Entwickler haben sie die Flugphysik der Waffen-Projektile wirklichkeitsnäher simuliert, weswegen der Spieler die Besonderheiten der gewählten Waffe kennen sollte und gezwungen ist, besser zu zielen. In der Demo erwies sich die Maschinenpistole als höchst unzuverlässiges Werkzeug; besser gelang die Gegnerbeseitigung mit Scharfschützengewehr -- und mit dem Baseballschläger, der sich für heimtückische Schläge auf den Hinterkopf eignet.

In Teil 5 funktioniert der Wechsel zwischen Deckung und Ballerei so gut wie in früheren Teilen. Ob Story und Abwechslungsreichtum das Niveau der vorigen Serienteile erreichen, können wir anhand der beiden Demo-Sessions nicht beurteilen. Flora und Fauna der Spielwelt sehen prima aus, wobei der mittlere Westen der USA weniger exotisch wirkt als die verschneiten Himalaya-Gipfel von Teil 4, doch das ist Geschmackssache. Ubisoft will Far Cry 5 am 27. Februar 2018 für Windows, PS4 und Xbox One veröffentlichen. (Peter Kusenberg) / (mho)

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