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Fast fünf Jahre Haft für Auktionsbetrügerin

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Betrügereien bei Internet-Auktionen machen in den USA den Hauptanteil der Internet-Kriminalität aus -- und nehmen anscheinend oftmals noch größere Dimensionen an als hierzulande. Eine 25-jährige Frau wurde nun zu vier Jahren und neun Monaten Freiheitsstrafe verurteilt, weil sie innerhalb von 18 Monaten rund 350 Opfer um insgesamt 880.000 US-Dollar erleichtert hat, berichtet die Tageszeitung Chicago Tribune. Danach steht sie noch drei Jahre unter Bewährungsauflagen. Außerdem muss sie eine Entschädigung in Höhe von 857.776 US-Dollar zahlen.

Teresa Smith alias Teresa Iaconi aus West Boylston, Massachusetts, betrieb von April 2001 bis Oktober 2002 im Internet einen Handel mit Apple-Computern, hauptsächlich über eBay. So schien es jedenfalls. Hunderte gutgläubiger Kunden leisteten Vorkasse. Den gewünschten Gegenwert dafür sahen aber nur die wenigsten.

Beschwerden seitens ihrer Kunden wich sie aus. Die Schuld schob sie auf Probleme beim Versand, auf Schwierigkeiten mit ihren Lieferanten oder auf ihre unzuverlässigen Mitarbeiter. Schecks platzten. Als der Betrug aufflog, war das Geld längst ausgegeben -- um die Neugründung einer Werbeagentur zu finanzieren (was scheiterte) und zur Haltung ihres Lebensstandards.

Smith pries ihre Waren unter ständig wechselnden Identitäten bei eBay an. Damit lenkte sie den Verdacht des Betrugs möglichst lange von sich ab. Eines der Opfer, Ethan Kaplan, ein Fotograf aus San Francisco, gab zu Protokoll, dass ihm wegen ihres freundlichen Verhaltens und ihrer sehr professionell wirkenden Homepage nicht ein einziges Mal der Gedanke gekommen war, dass da irgendeine Art von Betrug im Gange ist. (ola)