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Fast ohne Treibstoff: NASA-Sonde Kepler sucht wieder Exoplaneten

Einfach nicht unterzukriegen: Der NASA-Sonde Kepler geht der Treibstoff aus, aber nun hat sie trotzdem wieder damit begonnen, Exoplaneten zu suchen.

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Kepler-Teleskop vor Sternen

Kepler beobachtet inzwischen wechselnde Himmelsregionen.

(Bild:  NASA/Ames/JPL-Caltech)

Obwohl der Treibstoff der NASA-Sonde Kepler fast aufgebraucht ist, hat das Weltraumteleskop Anfang September erneut damit begonnen, nach Exoplaneten zu suchen. Das teilte die US-Weltraumagentur nun mit – zwei Monate nachdem die Sonde wegen des zur Neige gehenden Treibstoffs zwischenzeitlich sogar in den Ruhemodus versetzt wurde. Seitdem hat sie sich aber noch einmal zur Erde gedreht und alle zuletzt gesammelten Daten übertragen. Inzwischen hat sie ihre 19. Beobachtungskampagne aufgenommen.

Die Zielgenauigkeit des Observatoriums könnte durch ein Problem mit einem Triebwerk eingeschränkt sein, berichtet die NASA. Außerdem sei weiterhin unklar, wie viel Treibstoff überhaupt noch übrig ist. Der Zustand der Sonde werde weiterhin genau überprüft, versichern die Verantwortlichen der Sonde, deren Treibstoff schon mehrmals am Ende angekommen schien. Bislang konnte das aber immer verhindert werden.

Kepler sucht seit 2009 nach Planeten in fernen Sternensystemen und war dabei so erfolgreich, wie kein anderes Instrument. Gefunden wurden Hinweise auf Tausende Exoplaneten, von denen viele bereits bestätigt wurden. Mit fortschreitendem Alter der Sonde traten dann immer wieder technische Schwierigkeiten auf, seit 2013 operiert Kepler nur noch in begrenztem Modus, den die Ingenieure mit einem Trick ermöglichten. Ohne Treibstoff naht nun aber wirklich das Ende, denn den braucht die Sonde nicht nur, um immer genau den Fokus auf die jeweils durchsuchte Sternenregion zu halten, sondern auch, um sich zur Erde zu drehen und die Daten zu übertragen.

Kepler sucht mithilfe der sogenannten Transitmethode nach Exoplaneten. Dabei halten die Forscher nach regelmäßigen Verdunkelungen von Sternen Ausschau, die nur durch davor vorbeiziehende Exoplaneten erklärt werden können. Dazu muss Kepler die Sterne möglichst lange im Blick behalten. Weil die Methode so erfolgreich war, hat Kepler mit dem Weltraumteleskop TESS bereits einen Nachfolger. Vom Transiting Exoplanet Survey Satellite erhoffen sich die Forscher noch mehr Funde als vom erfolgreichen Vorgänger.

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