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Fedex geht auf Distanz zu Amazon – US-Vertrag für Luftfracht nicht verlängert

Die US-Luftfrachtsparte Fedex Express macht mit Amazon weniger als 1,3 Prozent des Gesamtumsatzes. Deshalb wird der Luftfrachtvertrag von Fedex beendet.

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Amazon und Shell testen an zehn Shell-Stationen in München sogenannte Amazon Locker.

(Bild: dpa, Henning Kaiser / Symbolbild)

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Der Paketdienstleister Fedex wird seinen US-Luftfrachtvertrag mit dem weltgrößten Onlinehändler Amazon nicht verlängern. Fedex begründete die Entscheidung in einer Mitteilung vom Freitag damit, sich auf den "breiteren E-Commerce-Markt" konzentrieren zu wollen. Zugleich stellte der Konzern klar, dass es nur um das US-Geschäft der Luftfrachtsparte Fedex Express gehe und er mit Amazon weniger als 1,3 Prozent seines Gesamtumsatzes mache.

Amazon investiert selbst schon länger massiv in seine Zustelllogistik und betreibt bereits eine eigene Lieferwagen- und Flugzeugflotte in den USA. Branchenanalysten halten es für gut möglich, dass der Konzern sich langfristig zum ernsthaften Konkurrenten der großen Paketdienste wie UPS, Fedex oder DHL entwickelt. Im Bundesstaat Kentucky baut Amazon sogar schon einen eigenen Frachtflughafen.

Amazon-Chef Jeff Bezos hat bereits angekündigt, ganz Amerika mit Service- und Logistikzentren zu überziehen. Kampfansagen an die etablierten Zustelldienste vermeidet er aber bislang. Das liegt auf der Hand, denn noch stecken die Unternehmen in einem – wenngleich zunehmend angespannten – Abhängigkeitsverhältnis. Die Paketflut bringt den Zustelldiensten nicht nur Einnahmen, sondern auch viel Stress. Zumal Amazon stets auf extrem schnellen Versand drängt.

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(Bild: Amazon)

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(bme)