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Fedora-Pakete für Red Hat Enterprise Linux

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Mit dem heute offiziell gestarteten EPEL-Repository (Extra Packages for Enterprise Linux) erweitert das Fedora-Projekt sein Tätigkeitsgebiet und bietet nun einen Teil seiner RPM-Pakete als Ergänzung für Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 4 und 5 (i386, x86_64 und ppc) sowie deren kompatiblen Nachbauten wie CentOS oder Scientific Linux an. Die Pakete werden in einem über yum oder up2date nutzbaren RPM-Depot vorgehalten. Sie ersetzen keine RHEL-Software, sondern stellen nur zusätzliche Programme bereit. RHEL basiert zu weiten Teilen auf Fedora, nutzt aber nur einen Teil des Fedora-Paket-Angebots – EPEL liefert einige der fehlenden nun nach.

Während bei Fedora die Programmpakete regelmäßig auf die neuesten Versionen aktualisiert werden, verfolgt EPEL – ähnlich wie Red Hat bei seinem Enterprise Linux – einen umsichtigeren Ansatz: Neue Software-Versionen fließen nur in das EPEL-Depot ein, wenn es dafür einen guten Grund gibt. Die EPEL-Mitstreiter wollen das Depot ebenso lange pflegen, wie Red Hat sein RHEL wartet, also für sieben Jahre ab Vorstellung der RHEL-Distribution. Red Hat unterstützt EPEL indirekt durch die Förderung des Fedora-Projekts, bietet jedoch keinen Support für die EPEL-Pakete. (odi)