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Fehlende Wellenlänge erleichtert Sauerstoffsuche auf Exoplaneten

Ist das Gas vorhanden, blockieren seine kollidierenden Moleküle einen bisher unberücksichtigten Lichtbereich. Das James-Webb-Teleskop soll danach suchen.

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(Bild: NASA/GSFC/Friedlander-Griswold)

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NASA-Forscher um Thomas Fauchez haben angeregt, eine bisher unberücksichtigte Wellenlänge im mittleren Infrarotbereich in die Suche nach Sauerstoff auf Exoplaneten miteinzubeziehen. Das schreibt Technology Review online in "Neue Lichtsignatur für Sauerstoffsuche auf Exoplaneten". Die auf Simulationen basierenden Ergebnisse veröffentlichten sie Anfang Januar im Fachjournal "Nature Astronomy". Die verbesserte Sauerstoffsignatur könnte in etwas mehr als einem Jahr helfen, die Suche nach Leben auf anderen Welten in ihrer Atmosphäre einzugrenzen.

Dann startet 2021 das James-Webb-Weltraumteleskop per Rakete ins All, sofern alles nach Plan läuft. Sein Niedrigauflösungsspektrometer (Low Resolution Spectrometer, kurz LRS), das im Imaging-Modul des Mid-Infrared-Instrument (MIRI) untergebracht ist, könnte Fauchez und Kollegen zufolge in der Atmosphäre von Exoplaneten nach Sauerstoff bei einer Wellenlänge von 6,4 Mikrometer suchen. Denn wenn Sauerstoffmoleküle in der Atmosphäre vorhanden sind, kollidieren die Moleküle miteinander oder mit anderen Gasmolekülen und blockieren dabei bestimmte Wellenlängen im mittleren Infrarot-Bereich.

Die bisher berücksichtigten drei Hauptwellenlängen für sogenannte Kollisionsabsorptionen – eine im sichtbaren Spektrum und zwei im nahen Infrarotbereich – sind nur unzureichend dafür geeignet, potenziell bewohnbarer Exoplaneten anhand ihrer sauerstoffhaltigen Atmosphäre zu entdecken.

Mehr dazu in Technology Review online in:

(vsz)