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Fehler bei Windows Update behoben

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Die gestern gemeldeten Probleme bei Windows Update sind behoben. Schuld war eine geänderte Datei auf den globalen Windows-Update-Servern, die für das Proxy-Caching verantwortlich ist. Microsoft hatte Daten von Groß- auf Kleinschreibung umgestellt; da Proxy-Server normalerweise Case-sensitiv arbeiten, führte das zu Problemen mit einigen HTTP-Proxies. Torsten Holthöfer, Security Specialist bei Microsoft und teilweise für Windows Update verantwortlich, bestätigte gegenüber heise Security, dass der gleiche Fehler vor zwei Tagen bereits in Japan festgestellt wurde; aufgrund der Zeitverschiebung erkannte man die Fehler in Europa erst später. In der Nacht von Mittwoch auf den heutigen Donnerstag wurde das Problem behoben, seitdem sollte Windows Update auch hinter einem Firmenproxy wieder anständig arbeiten.

Allerdings kann es nach wie vor noch andere Ursachen für den Fehlercode 0x800C0002 im Windows Update.log geben, die sich meistens aber Client-seitig beheben lassen. Holthöfer hat vier Lösungen zusammengestellt, die für die häufigsten Ursachen Abhilfe schaffen.

  1. Der Fehler könnte auftreten, wenn die Spracheinstellung im Internet Explorer fehlt. Im Dialog Extras/Internetoptionen gibt es einen Button "Sprachen". Darüber kann man eine Sprache hinzufügen, wenn die Liste leer ist.
  2. Eine falsche Systemzeit kann das Problem verursachen. Unter Start/Einstellungen/Systemsteuerung/Datum und Uhrzeit kann man Datum und Uhrzeit wieder korrekt einstellen.
  3. Der Fehler könnte bei nicht zusammenpassenden Dateien auftreten. Um das zu beheben, müssen alle Dateien im Ordner $WINDIR\Windows Update mit Ausnahme von iuhist.xml im V4-Unterverzeichnis gelöscht werden. Anschließend ist noch der Browser-Cache zu löschen, indem man im Internet Explorer unter Extras/Internetoptionen auf "Dateien löschen" in der Sektion temporäre Internetdateien klickt.
  4. Bringen die ersten drei Schritte nichts, rät Microsoft, die ActiveX-Controls zu löschen. Dazu muss zunächst der Befehl "REGSVR32 IUCTL.DLL /U" in der Kommandozeile ausgeführt werden; eine Dialogbox sollte die erfolgreiche Ausführung bestätigen ("DllUnregisterServer in iuctl.dll erfolgreich durchgeführt"). Anschließend müssen die Dateien IUCTL.DLL und IUENGINE.DLL jeweils in den Verzeichnissen c:\windows\system32\ und c:\windows\system32\dllcache\ gelöscht werden. Um sicherzustellen, dass keine weiteren dieser .dll-Dateien im System liegen, sollte man im System nach diesen Dateinamen suchen: über das Startmenü "Suchen" und anschließend "Dateien und Ordner" auswählen", sicherstellen, dass auch nach versteckten Dateien und in Systemordnern und Unterordnern gesucht wird (unter "weitere Optionen"). Finden sich oben genannte Dateien auf den Festpatten, sollten diese gelöscht werden. Nach einem Reboot sollte Windows Update dann wieder funktionieren.

Allgemeine Informationen zu Problemen mit Windows Update stellt Microsoft auf einer dedizierten Webseite bereit. (pab)

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