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Fernüberwachung für Bahnhofsuhren

Häufigste Ursache für defekte Bahnhofsuhren ist Vandalismus. Die Fernüberwachungstechnik, die die Bahn nun testet, soll aber auch andere Schäden melden können.

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Fernüberwachung für Bahnhofsuhren

(Bild: dpa)

Defekte Bahnhofsuhren sollen künftig rascher wieder funktionieren. Das ist das Ziel einer Pilotprojekts der Deutschen Bahn mit 50 Uhren an den Bahnhöfen von Essen, Freiburg und Zwickau. Die Uhren bekommen Sensoren und werden mit einer verbesserten Funktechnik ausgerüstet, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

So würden die Beleuchtung, die Signalübertragung, die Stromversorgung sowie der Lauf der Stunden- und Minutenzeiger automatisch überwacht. Die Sensoren sollen auch Glasbruch durch Vandalismus erkennen, der nach Angaben der Bahn die häufigste Ursache für defekte Bahnhofsuhren ist. Sobald eine Störung auftritt, melden das die Uhren, und eine Reparatur kann veranlasst werden.

Die Bahn testet konkret erstmals LoRa-Funk (Long Range). Bei einer Reichweite von bis zu 15 Kilometern würden auch Gebäude deutlich besser durchdrungen als bei den bisherigen Verfahren, teilt das Unternehmen mit.

Das Projekt soll bis März laufen. Wenn sich die neue Technik bewährt, sollen schrittweise alle Bahnhofsuhren in Deutschland entsprechend ausgestattet werden. Die Sensortechnik könnte laut Bahn auch bei elektronischen Fahrgastinformationstafeln genutzt werden. Seit dem vergangenen Jahr werden bereits die Aufzüge und Rolltreppen in Bahnhöfen fernüberwacht. Die digitalen Projekte gehören zum mehrjährigen Programm "Zukunft Bahn", das den Kunden mehr Qualität und Service bringen soll. (mit Material der dpa) / (anw)

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