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Ferrari: Mehr Reden, weniger Mailen

Der italienische Automobilhersteller Ferrari schränkt den E-Mail-Verkehr für seine Mitarbeiter ein. Zur Begründung gibt er an[1], dass der Einsatz von E-Mails im Büro die Arbeit verlangsame. Als weitere Faktoren werden Zeitverschwendung und Ineffizienz sowie der Erhalt unzähliger E-Mails ohne Relevanz an einem gewöhnlichen Arbeitstag genannt. Außerdem sollten die Mitarbeiter durch diese Vorschrift "mehr miteinander reden und weniger schreiben".

Seit vergangenen Mittwoch kann jeder Ferrari-Mitarbeiter eine E-Mail nur noch an maximal drei Personen gleichzeitig schicken. Laut[2] Guardian verhindert ein Mechanismus dann, dass weitere Empfänger hinzugefügt werden.

In Deutschland hatte der Autobauer Volkswagen Ende 2011 in einem ähnlichen Schritt[3] zur Entlastung der Mitarbeiter den Versand von E-Mails an Firmen-Smartphones nach Feierabend beendet. Das sollte die Ruhezeit schützen. Wie wichtig die E-Mail am Arbeitsplatz selbst inzwischen geworden ist, hatte im Februar eine Umfrage gezeigt. Demnach können sich zwei von drei Deutschen nicht vorstellen[4], im Job auf E-Mails zu verzichten. (Manuel Nitschke) / (mho[5])


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http://www.heise.de/-1911850

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.ferrari.com/german/uber-uns/news/Pages/130703-ferrari-weniger-emails-und-mehr-personlicher-dialog-zwischen-den-mitarbeitern.aspx
[2] http://www.guardian.co.uk/world/2013/jul/04/ferrari-puts-brakes-staff-emails
[3] https://www.heise.de/meldung/VW-verzichtet-auf-Email-Versand-auf-Diensthandys-nach-Feierabend-1401194.html
[4] https://www.heise.de/meldung/Deutsche-halten-an-E-Mail-am-Arbeitsplatz-fest-1802859.html
[5] mailto:mho@heise.de