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Festnahmen nach bundesweiter Durchsuchungsaktion zu Internet-Betrug

Auf rund 26.500 Euro beziffert die Polizei den Schaden, den eine Gruppe von Online-Betrügern mit Hilfe gestohlener Kreditkartennummern angerichtet haben soll. Nach bundesweiten Razzien wurden jetzt zwei Tatverdächtige festgenommen.

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(Bild: dpa, Jochen Lübke)

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Ermittler der Bundespolizei in Frankfurt haben in einer groß angelegten Aktion gegen Online-Betrug Wohnungen in Ingolstadt, Mönchengladbach, Bremen und Rastatt durchsucht. Dabei wurden am Dienstag zwei Studenten im Alter von 21 und 19 Jahren festgenommen, wie ein Polizei-Sprecher mitteilte. Die Razzien mit rund 100 beteiligten Beamten richteten sich laut Polizei gegen insgesamt vier Beschuldigte, gegen die die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach unter anderem wegen gewerbsmäßigen Betrugs im Internet ermittelt.

Die Männer sollen über die Internetportale der Deutschen Bahn und des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr Online-Buchungen vorgenommen und mit "missbräuchlich verwendeten Kreditkartennummern" bezahlt haben. Wie die vier Verdächtigen an die Informationen der Kreditkarten gelangt waren, sei Gegenstand der Ermittlungen. Die mutmaßlichen Betrüger sollen außerdem in Online-Kaufhäusern unter anderem hochwertige Uhren und Kleidung bestellt haben, ohne nach Erhalt dafür zu bezahlen. Der Gesamtschaden für Buchungen und Waren werde auf etwa 26.500 Euro geschätzt. Ein Teil der Beute sei sichergestellt worden. Auch Notebooks und Mobiltelefone wurden beschlagnahmt.

Bereits im vergangenen Jahr war die Frankfurter Bundespolizei auf einen Reisenden gestoßen, dessen Online-Ticket auf die mutmaßliche Betrügergruppe zurückging. Daher übernahm sie nun auch die Durchsuchungen. In einem ähnlichen Fall 2014 in Hamburg hatten Täter die Deutsche Bahn um rund 700.000 Euro geprellt. (msi)