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Festplatten: 16-TByte-Laufwerke für Server und NAS von Seagate

Seagate erweitert seine Festplattenreihen für Server und NAS mit Modellen mit 16 TByte. Das Server-Modell ist auch mit SAS-Anschluss erhältlich.

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Festplatten fassen auch ohne Erwärmung durch Laser oder Mikrowellen immer mehr Daten. 16 TByte sollen die neuen Server-Modelle Exos X16 sowie die NAS-Laufwerke Ironwolf und Ironwolf Pro von Seagate speichern. Das Unternehmen nutzt dabei wie erwartet neun Scheiben und konventionelle Aufzeichnungstechnik.

Die Exos-X16-Laufwerke erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 260 MByte/s, dabei nehmen sie im Betrieb rund 10 Watt auf. Die Ausfallhäufigkeit gibt Seagate mit 0,35 Prozent pro Jahr an, die Wahrscheinlichkeit nicht korrigierbarer Fehler liegt bei einem üblichen Wert von einem Sektor pro 1015 Bit. 256 MByte DRAM-Cache baut Seagate in die Helium-gefüllten Laufwerke ein, die mit 7200 Umdrehungen pro Minute drehen und eine Garantiefrist von 5 Jahren haben.

Verfügbar sind sowohl SATA- als auch Dualport-SAS-Modelle, beide mit 512 Byte sowie 4096 Byte pro Sektor (4K native); bei den SAS-Modellen stehen zudem die Sektorgrößen 520, 528, 4160 sowie 4224 Byte zur Verfügung. Deutsche Preise hat Seagate noch nicht genannt, in den USA soll die Exos X16 629 US-Dollar kosten. Sie sollen ab sofort verfügbar sein.

Die 16-TByte-Laufwerke der Ironwolf-Reihe sind ausschließlich mit SATA-Interface und 512 Byte Sektorgröße erhältlich. Die Pro-Version soll rund 250 MByte/s erreichen, die einfache Ironwolf nur 210. Ein weiterer Unterschied zu der Exos X16 ist das Workload-Rating: Während die Exos pro Jahr 550 TByte Daten verkraften soll, müssen Nutzer der Ironwolf mit 180 TByte auskommen, die Ironwolf Pro ist mit 300 TByte pro Jahr spezifiziert. Auch die Ausfallwahrscheinlichkeit liegt mit 0,73 (Ironwolf Pro) beziehungsweise 0,87 Prozent höher.

Die Ironwolf Pro, eine Festplatte aus Seagates NAS-Reihe, soll demnächst auch mit 16 TByte Speicherkapazität erhältlich sein.

(Bild: Seagate)

Zum Marktstart hat sich Seagate noch nicht geäußert, die US-Preise liegen bei 609 US-$ für die Ironwolf, das Pro-Modell soll 664 Dollar kosten. Wie bei den Ironwolf-Laufwerken üblich, kommt nur das Pro-Modell mit einer fünfjährigen Garantiefrist, die Modelle der Ironwolf-Reihe haben nur drei Jahre.

Toshiba hatte im Januar ebenfalls eine Server-Festplatte mit 16 TByte Kapazität vorgestellt, die MG08. Diese ist jedoch derzeit noch nicht lieferbar. Die Seagate Exos X16 hingegen ist schon auf dem Weg in die Redaktion – der Test folgt in einer der nächsten c't-Ausgaben. (ll)