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Fiberoptik-Konzern reduziert Erwartungen

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Der Umsatz für das im Juni endende Geschäftsjahr 2001 werde am "unteren Ende" der Prognosen liegen – so prophezeite einer der größten Fiberoptik-Konzerne der Welt, JDS Uniphase, die weiteren Aussichten bei der Vorstellung des Geschäftsberichts für das zweite Quartal. Nun reduziert JDS Uniphase, der gerade die Übernahme des Konkurrenten SDL glücklich unter Dach und Fach gebracht hat, die Erwartungen weiter. Die Gewinne würden unter den Prognosen liegen, warnte JDS Uniphase, und dies trotz der zusätzlichen Einnahmen durch die SDL-Übernahme.

Als Grund nannte JDS Uniphase wie zuvor schon andere Firmen wie Cisco oder Nortel die Unsicherheit im Telekommunikationssektor: Hohe Schulden und Zurückhaltung auf den Kapitalmärkten bei Krediten für die Investitionen, die die Carrier in neue Netze tätigen müssen, führten zu Rückgängen bei den Aufträgen. JDS erwartet nun Umsätze von rund einer Milliarde US-Dollar im dritten Quartal und Gewinne von 17 Cents pro Aktie. Dies enthält bereits die Ergebnisse von SDL – allerdings muss die fusionierte Firma auf einige Umsätze verzichten, da JDS selbst zu einem der größten Kunden von SDL gehörte. Außerdem musste JDS eine Laser-Fabrik in der Schweiz für rund drei Milliarden US-Dollar an Nortel verkaufen, um die Genehmigung der US-Wettbewerbshüter für die Übernahme zu erhalten.

An der Börse lagen die Prognosen bislang bei Gewinnen von 21 Cents pro Aktie bei Umsätzen von einer Milliarde US-Dollar – allerdings ohne die Einbeziehung von SDL. Für das Gesamtjahr rechnet JDS nur noch mit Umsätzen von 3,9 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn von 74 Cents pro Aktie gegenüber den früheren Prognosen von 82 Cents pro Aktie. (jk)