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Filehoster Hotfile macht nach MPAA-Sieg dicht

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Der große US-amerikanische Filehoster Hotfile hat ohne Vorwarnung seine Pforten dicht gemacht. Zu diesem Schritt wurde Hotfile-Gründer Anton Titov vom Bezirksgericht Southern District of Florida nun verpflichtet, nachdem er im August persönlich für über Hotfile begangene Urheberrechtsverletzungen in Haftung genommen wurde. Im Rahmen des gerichtlichen Vergleichs muss Hotfile außerdem 80 Millionen US-Dollar Strafe zahlen.

Titov hätte der Schließung entgehen können, wenn er eine Filtertechnik installiert hätte, die auf digitalen Fingerprints basiert. Laut Gericht hat der Hoster zu wenig getan, um illegalen Tausch rechtlich geschützer Werke – insbesondere Kinofilm-Dateien – zu unterbinden. Deshalb habe er seinen Schutzanspruch gemäß des Digital Millennium Copyright Act (DMCA) verwirkt. Die Filmindustrie hatte in dem seit 2011 laufenden Verfahren Hotfile massive Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen. Demgegenüber hatte Hotfile stets behauptet, rechtswidrig bereitgestellte Dateien zu gesperren, wenn auf sie hingewiesen werde. Dafür habe der Filehoster den Rechteinhabern Werkzeuge bereit gestellt.

Die Meldung, mit der Hotfile seine Schließlung bekannt gibt, klingt, als sei sie von der MPAA diktiert wirden.

Die Motion Picture Association of America (MPAA), die die Klage gegen Hotfile angestrengt hatte, zeigt sich in einer Stellungnahme (PDF-Datei) zufrieden mit dem Ausgang des Verfahrens. Das Urteil sei "ein weiterer wichtiger Schritt, ein Internet zu schützen, das für alle da ist", kommentierte MPAA-Chef Chris Dodd. Filehoster wie Hotfile profitieren nach Dodds Ansicht "illegal von der Kreativität und harten Arbeit anderer". Mit dem Urteil habe nun zum ersten Mal ein US-Gericht festgestellt, dass die "sogenannten Cyberlocker wie Hotfile für ihr Rechtsverletzungs-Business verantwortlich gemacht werden können". (hob)