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FinSpy: Türkei weist Vorwurf der Ausspähung von Oppositionellen zurück

Ein türkischer Minister hat Berichte zurückgewiesen, die nahegelegt haben, dass seine Regierung mit einer Spionagesoftware auf die Opposition gezielt hat. Der deutsche Hersteller der Malware hat sich noch nicht geäußert.

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Smartphone

Die Türkei hat Berichte über eine Ausspähung von Oppositionellen mittels Software zurückgewiesen. "Von einer Software, die wir gekauft oder inoffiziell beschafft und verwendet haben oder einer Spionage-Software kann keine Rede sein", sagte der türkische Transport- und Kommunikationsminister Ahmet Arslan am Donnerstag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu.

Er reagierte damit auf einen Bericht der Nichtregierungsorganisation Access Now, wonach mit einer Malware vor allem Smartphones von Anhängern der Oppositionspartei CHP angegriffen wurden. Dabei sei versucht worden, durch präparierte Links eine Ausspäh-Software auf die Geräte zu laden. Die Malware stammt demnach mit großer Wahrscheinlichkeit von einer deutschen Firma, die nach eigener Aussage nur mit staatlichen Institutionen zusammenarbeitet.

Nach Angaben von Access Now hat die Software große Ähnlichkeit mit dem Programm FinSpy des deutschen Unternehmens FinFisher, das Überwachungs-Software für Behörden entwickelt. Die Firma reagierte zunächst nicht auf die Frage, ob ihre Software in die Türkei geliefert worden sei. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte am Dienstag erklärt, es seien keine Genehmigungen für die Ausfuhr von Überwachungs-Software in die Türkei erteilt worden. (dpa) / (mho)

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