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Finale Beta von Ubuntu 14.04 LTS

Ubuntu 14.04 bringt Verbesserungen an der Bedienoberfläche und aktualisierte Software. Trusty Tahr, so der Codename, wird als LTS-Version fünf Jahre Updates und Sicherheits-Patches erhalten.

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Tahre sind asiatische Bergziegen.

Canonical hat die einzige Beta der kommenden Ubuntu-Version 14.04 (Trusty Tahr) veröffentlicht. Ubuntu entsteht seit Version 13.04 in einem kontinuierlichen Entwicklungsprozess mit automatisierten Tests und Daily Builds, der nur noch eine Beta und einen Release Candidate als herausgehobene Vorabversionen vorsieht. Die traditionelle Folge von mehreren Alpha- und Beta-Versionen gibt es nur noch bei den Ubuntu-Varianten Kubuntu, Xubuntu, Lubuntu und Ubuntu-Gnome.

Ubuntu 14.04 Beta bringt aktualisierte Software: Kernel 3.13, Python 3.4 (Python 2 liegt allerdings immer noch bei), Firefox 28, LibreOffice 4.2, Gnome 3.10. Einige behutsame Änderungen gab es an der Oberfläche: Fenster werden jetzt standardmäßig nur noch mit ihrem Schatten, aber ohne Rahmen angezeigt. Das globale Menü à la Mac im oberen Panel lässt sich jetzt deaktivieren; das Menü wird dann in der Titelleiste des zugehörigen Fensters angezeigt, was auf großen Displays die Mauswege erheblich verkürzt. Die Integration mit Google-Diensten wurde verbessert.

Ubuntu 14.04 bringt die Menüs auf Wunsch wieder ins zugehörige Fenster.

Ubuntu 14.04 wird eine LTS-Version (Long Term Support), wie sie Canonical alle zwei Jahre veröffentlicht. Für LTS-Versionen garantiert der Hersteller fünf Jahre Updates und Sicherheits-Patches, sie sind daher ideal für Anwender, die nicht im Halbjahrestakt System-Updates einspielen wollen. Der Entwicklungsschwerpunkt bei LTS-Versionen liegt auf Stabilität und Wartbarkeit der Distribution. Auf dem Zeitplan stehen noch ein Release Candidate, angekündigt für den 10. April, und eine Woche später am 17. April die Veröffentlichung der fertigen Version.

Ubuntu 14.04 Beta2 steht als Desktop- und Serverversion für 32- und 64-bittige x86-Systeme zum Download bereit. Trusty Tahr könnte die letzte Ubuntu-Version vor der angestrebten Vereinheitlichung von Desktop- und Mobilversion sein. Die wird Ubuntu auf dem Desktop den Display-Server Mir und die Version 8 des Unity-Desktops bringen, die in der Ubuntu-Version für Smartphones und Tablets bereits enthalten sind. (odi)