Finale CyanogenMod-Version ortet verschwundene Smartphones

Das alternative Android-Betriebssystem CyanogenMod 10.1.3 ist nun in der finalen Version erschienen. Verlorene Smartphones können nun nicht nur aus der Ferne geortet und gelöscht werden, sondern auch mit einem Passwort gesperrt werden.

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Von
  • Hannes A. Czerulla

Hat das Smartphone wie hier in einem Gebäude keine GPS-Verbindung, geschieht die Ortung auf der Webseite nur auf etwa 100 Meter genau.

Das beliebteste Android-Custom-ROM CyanogenMod ist in der finalen Version 10.1.3 erschienen. Es basiert weiterhin auf Android 4.2.2. Wichtigste Neuerung ist die Account-Funktion, mit der man ein abhanden gekommenes Smartphone aus der Ferne orten, löschen oder mit einem Passwort sperren kann. Die Funktion soll vor allem als Diebstahlschutz dienen. Zuvor muss man jedoch einen Account auf der CyanogenMod-Seite anlegen und kann anschließend über den PC-Browser die Features steuern.

Bislang gab es die Account-Funktion nur in einer nightly-Build, also einer Vorabversion, von CyanogenMod 10.2, das wiederum schon auf Android 4.3 basiert, aber noch nicht als finale Version ("stable") veröffentlicht wurde.Version 10.1.3 beherrscht außerdem die Sicherheitsfunktion SELinux, die Google eigentlich erst in Android 4.3 implementiert hat.

Auch Google und Apple bieten mittlerweile ein ähnliches System zur Fernsicherung an. Das CyanogenMod-Team versucht sich von diesen Systemen abzusetzen, indem sie den Quellcode der Account-Funktion im Vorhinein veröffentlicht haben. Auf diese Weise wollten sie beweisen, dass es durch Verschlüsselung für sie keine Möglichkeit gibt auf die Ortungsdaten der Nutzer zuzugreifen. Aber auch ohne ein Konto kann man CyanogenMod im vollen Umfang – abgesehen von der Fernverwaltung – nutzen.

Das ROM ist ab sofort auf der Webseite des Projekts kostenlos herunterladbar. Es unterstützt eine Vielzahl von Smartphones verschiedener Hersteller.

Vor kurzem hat die CyanogenMod-Gemeinde verkündet ein Unternehmen mit 7 Millionen US-Dollar Startkapital zu gründen. Ziel der Entwickler sei es hinter Google Android und Apple iOS, die Nummer Drei bei den mobilen Betriebssystemen zu werden. Vor allem Microsoft Windows Phone wolle man in Bezug auf Verbreitung überholen. (hcz)