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Fingerabdrücke und Fotos bei USA-Einreise

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Die USA beginnen ab sofort damit, von allen visumspflichtigen Einreisenden Fingerabdrücke und Fotos zu erfassen. Später soll das United States Visitor and Immigrant Status Indicator Technology, kurz US-VISIT getaufte System auch bei der Ausreise zur Anwendung kommen. Einreisende müssen linken und rechten Zeigefinger von einem Fingerabdruckscanner erfassen und sich fotografieren lassen. Das System gleicht die Daten dann mit einer Liste gesuchter Personen ab. US-VISIT soll nicht nur der Terrorismusbekämpfung dienen, sondern es auch ermöglichen, die Einhaltung der erteilten Aufenthaltsgenehmigungen besser zu überwachen. Dazu sollen noch im Jahr 2004 in den Abflugbereichen der Flughäfen sowie an den Seehäfen Selbstbedienungsterminals installiert werden, an denen Abreisende sich wiederum mit Fingerabdruck und Foto identifizieren müssen. Wer dies versäumt, muss bei der nächsten USA-Reise mit Schwierigkeiten rechnen.

Am 26. Oktober 2004 steht eine weitere Verschärfung der Einreisebestimmungen bevor. Um in den Genuss des Visa Waiver Program zu kommen, also ohne spezielles Visum durch einfaches Ausfüllen eines Formulars in die USA einreisen zu können, müssen Reisende ab diesem Zeitpunkt einen maschinenlesbaren Pass mit biometrischen Merkmalen vorlegen. Die EU hat sich bereits im Juni 2003 darauf geeinigt, so schnell wie möglich biometrische Merkmale in Reisedokumente aufzunehmen. Im Oktober hatte sich auch Bundesinnenminister Otto Schily für den Einsatz biometrischer Verfahren bei Grenzkontrollen ausgesprochen. (bo)

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