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Firefox 2.0 ist fertig

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Die Mozilla-Entwickler scheinen sich doch etwas beeilt zu haben, nun passt es mit dem Release von Firefox 2.0: Am Dienstag vergangener Woche kam der als letzter Release Candidate angekündigte Firefox 2.0RC3 und am Donnerstag veröffentlichte Microsoft endlich den Internet Explorer 7, der mit dem Open-Source-Webbrowser der Mozilla-Foundation in den unterstützten Funktionen und Webstandards wieder mithalten soll. Und kurz darauf ist dann auch Firefox 2.0 mit einigen Neuerungen gegenüber der Version 1.5.x fertig: Die Entwickler haben die zweite Version ihres Standalone-Webbrowsers vorgelegt. Die Verzeichnisse des FTP-Servers beziehungsweise des Release-Systems sind einen Tag vor dem ursprünglich geplanten Erscheinungstermin bereits gefüllt. Firefox 2.0 ist demnach in diversen Landessprachen, darunter in Deutsch, für Windows, Linux und Mac OS X erhältlich.

Noch fehlt zwar das offizielle Announcement und damit auch der Changelog. Die finale Ausgabe trägt aber dieselbe Buildnummer wie der dritte Release Candidate. Die Ankündigung der Mozilla-Foundation über die Freigabe von Firefox 2.0 wird dann in den nächsten Stunden folgen. Wie beim RC3 werden Firefox-Nutzer die Version 2.0 voraussichtlich in den kommenden Tagen über die automatische Update-Funktion auf ihre Rechner bekommen. Zeitweise ist der manuelle Download zudem derzeit noch gesperrt beziehungsweise die Server sind beschäftigt. Die Mirror-Server wollen bis zum offiziellen Announcement schließlich auch bestückt sein.

Zu den Neuerungen im Vergleich zu Firefox 1.x gehören unter anderem die Rechtschreibprüfung in Textboxen, eine automatische Wiederherstellung der Browser-Session nach einem Absturz, ein überarbeiteter Add-on-Manager und die Unterstützung von JavaScript 1.7. Die RSS-Funktion arbeitet nun auch mit externen Readern zusammen, Microsummaries bieten eine Art dynamischen Seitentitel. Dieser ist für alle Seiten nützlich, deren Inhalte sich häufig ändern, etwa Auktionen oder News-Seiten. Der neue Phishing-Schutz, der per Default eingeschaltet ist, soll den Nutzer vor verdächtigen URLs von Websites warnen.

Die erste finale Firefox-Version erschien vor fast genau zwei Jahren. Seitdem hat sich der Web-Browser besonders in Deutschland einen stabilen Marktanteil erobert, wenn man beispielsweise den Marktforschern von WebSiedeStory folgt. Vorige Woche hat Microsoft die neue Version seines Web-Browsers Internet Explorer zum Download bereit gestellt. In der User-Agent-Statistik von heise online ist der Anteil des IE 7 von September 2006 bis zum laufenden Monat von 1,5 auf 1,8 Prozent angestiegen. Der Firefox 1.5 wies im September hier 43 Prozent aus, im Oktober erreichte er unter den Besuchern von heise online bislang 42,7 Prozent. (anw)

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