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Firefox 2.0 offiziell erhältlich

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Die Mozilla Foundation hat nun das offizielle Announcement über die Freigabe des Web-Browsers Firefox in der Version 2.0 herausgegeben. Damit liegt zwei Jahre nach der ersten finalen Ausgabe die Nachfolgeversion vor und stellt zum Download über die Mozilla-Website bereit. Sie ist in verschiedenen Sprachen – auch auf Deutsch – für Windows, Linux und Mac OS–X erhältlich.

Unter vielen Internetnutzern hatte sich am Montag dieser Woche bereits die Erkenntnis verbreitet, dass die öffentlichen FTP-Server bei Mozilla mit der Software gefüllt wurden – auch bevor unter anderem heise online berichtete. Dieser und andere Berichte hatten für Unmut in der Mozilla-Gemeinde geführt.

Wenn vor dem offiziellen Release auf einen FTP-Mirror verlinkt würde, könne es gerade bei kleinen Mirrors zu Serverproblemen kommen, hieß es aus Mountain View in Kalifornien. Ein adäquates Load-Balancing sei nur möglich, wenn auf die Produktseite verwiesen würde. Auch seien vor dem offiziellen Release noch Änderungen möglich.

Warum allerdings die Mozilla-Foundation nach der Ankündigung, vom RC3 bis zum endgültigen Release dauere es nur wenige Tage, und nach der Freigabe der neuen Version 7 des Konkurrenzbrowsers von Microsoft nicht mit gesteigerter Aufmerksamkeit für das neue Firefox-Release und einem frühen User-Ansturm rechnete, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Der Open-Source-Webbrowser Firefox wird mittlerweile jedenfalls als wichtigster Konkurrent von Microsofts Internet Explorer wahrgenommen; die Aktionen der Mozilla-Foundation und der Entwickler stehen daher weit stärker im Licht der Öffentlichkeit, als dies noch bei der Definition des Release-Prozesses vor einigen Jahren der Fall war.

Die ftp-Verzeichnise mit der fertigen Software vor dem offiziellen Release vor der Öffentlichkeit zu verstecken, halten die Entwickler für keine gute Idee: Dies erhöhe die Hürden für die Tester und mache die Mozilla Quality Assurance Days komplizierter. Ob ein Verstecken oder Sperren der ftp-Verzeichnisse vor dem offiziellen Release allerdings Interessierte und Programmierer tatsächlich vom Test der Vorabversionen von Firefox abhalten kann, das sei dahingestellt.

Zu den Neuerungen im Vergleich in Firefox 2.0 im Vergleich zu Firefox 1.x geben die Release-Notes ausführlich Auskunft. Unter anderem sind die Rechtschreibprüfung in Textboxen, eine automatische Wiederherstellung der Browser-Session, ein überarbeiteter Add-on-Manager und die Unterstützung von JavaScript 1.7 neu in die Version 2.0 aufgenommen worden. Die RSS-Funktion arbeitet nun auch mit externen Readern zusammen, Microsummaries bieten eine Art dynamischen Seitentitel. Dieser ist für alle Seiten nützlich, deren Inhalte sich häufig ändern, etwa Auktionen oder News-Seiten. Der neue Phishing-Schutz, der per Default eingeschaltet ist, soll den Nutzer vor verdächtigen URLs von Websites warnen. (jk)

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