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Firefox 3 steht zum Download bereit

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Eineinhalb Jahre nach der ersten Vorabversion ist am heutigen Dienstagabend Firefox 3 veröffentlicht worden: Die Mozilla-Stiftung startete parallel den groß angekündigten Download Day, an dem ein Weltrekord für möglichst viele Downloads innerhalb von 24 Stunden aufgestellt werden soll. Zuvor lag bereits die Installationsdatei auf dem FTP-Server Mozillas. Firefox 3 steht in einer deutschen Version für Windows, Mac OS X und Linux bereit; Nutzer der Windows-Versionen 98, Me und NT sowie von Mac OS X bis 10.3 müssen auf das Upgrade jedoch verzichten, ihre Betriebssysteme werden nicht mehr unterstützt.

Eine Aktualisierung hat das Herzstück des Browsers, die Rendering-Engine Gecko, erfahren, was Firefox 3 schneller, sparsamer beim Speicherverbrauch und konformer zu Webstandards (vor allem CSS und SVG) machen soll; auch in Sachen Sicherheit und Benutzeroberfläche hat Mozilla zahlreiche Neuerungen eingeführt. Eine detaillierte Liste der Änderungen gegenüber Firefox 2 hat Mozilla veröffentlicht.

Optische Unterschiede werden vor allem Mac-Anwender wahrnehmen: Firefox 3 fügt sich besser ins Betriebssystem ein und nutzt Mac-OS-Widgets. Komplett überarbeitet wurde die Lesezeichenverwaltung: Ein einfacher Klick auf den Stern in der Adresszeile speichert die Adresse als "Nicht abgelegtes Lesezeichen" zum späteren Einsortieren. Das geht am einfachsten durch einen zweiten Klick auf das dann gelb leuchtende Sternensymbol. Die Lesezeichenverwaltung umfasst auch Tags; beim Editieren blendet der Browser bereits vergebene Tags ein, um Dubletten mit unterschiedlicher Schreibweise zu vermeiden.

Die Adressvervollständigung von Firefox 3 reagiert auch auf Seitentitel oder Tags von besuchten und gebookmarkten Adressen und passt sich bei der Sortierung der Suchtreffer den Gewohnheiten des Nutzers an. Netzfundstücke lassen sich mit intelligenten Lesezeichen-Ordnern zusammenstellen; die Verwaltung dieser "Places" übernimmt SQLite, eine transaktionssichere relationale Datenbank. Diese macht auch Offline-Webanwendungen möglich, die sich bei Wiederherstellung der Internetverbindung mit dem Online-Dienst synchronisieren.

Mehr Übersicht verspricht der neue Download-Manager, der auch zur Wiederaufnahme abgebrochener Downloads in der Lage sein soll. Der runderneuerte Browser macht es dem Anwender auch leichter festzulegen, was mit den Downloads passieren soll. Als Handler für bestimmte Protokolle wie mailto: kann der Anwender auch einen Webdienst statt einer lokalen Anwendung eintragen. Aus der Flut von Erweiterungen pickt Mozilla nun ausgewählte heraus, um dem Anwender beim Aufstocken des Funktionsumfangs zu helfen. Veraltete Add-ons deaktiviert Firefox automatisch.

Als betrügerisch bekannte Websites zeigt Firefox 3 gar nicht mehr an. Sicherheitsrelevante Informationen zu einer Website sind übersichtlich zusammengestellt über einen Klick auf das Favicon verfügbar. Bei SSL-Zertifikaten prüft der Browser standardmäßig, ob ein Zertifikat zurückgezogen wurde, was zahlreiche Fehlermeldungen bei schlampigen Website-Betreibern zur Folge haben dürfte. Außerdem arbeitet das Programm besser mit Antiviren-Software und Vistas Kinderschutz zusammen. Nicht mehr fertig geworden ist dagegen der aus Safari bekannte Privat-Surfen-Modus, bei dem der Browser keine Datenspuren auf dem eigenen Rechner hinterlässt.

Firefox 3 bringt einen vollwertigen Zoom mit, der das Seiten-Layout nicht zerstört. Außerdem soll der Browser Text schöner rendern, indem er Ligaturen und komplexe Schriftzeichen besser berücksichtigt. Mehrfachauswahl von Text ist möglich; in Bilder eingebettete Farbprofile werden zur Kenntnis genommen.

Siehe dazu auch;

(heb)

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