Menü

Firefox 46 unterstützt Webkit-Präfixe

Weil viele mobile Websites noch immer alte Webkit-Präfixe verwenden, unterstützt sie nun auch der Firefox-Browser. Die neue Version 46 stopft zudem mehrere Sicherheitslöcher und bringt Linux-Nutzern ein "verbessertes Design".

vorlesen Drucken Kommentare lesen 73 Beiträge

(Bild: dpa, Mozilla Foundation)

Die stabile Version von Firefox 46 unterstützt Webkit-Präfixe (-webkit-), die nicht standardisiert sind. Das soll die Darstellung vor allem von mobilen Websites verbessern, die der Browser zuvor zerschossen angezeigt hat. Ähnlich verfährt auch der Edge-Browser, der WebKit aus Kompatibilitätsgründen unterstützt. Microsoft hat den Mozilla-Kollegen mitgeteilt, welche WebKit-Standards sie einbauen mussten, um den neuen Browser kompatibel mit dem Web zu machen. Mit Präfixen können Web-Entwickler experimentelle Funktionen nutzen. Auf vielen Webseiten sind anstelle der finalen Standards noch immer experimentelle Präfixe im Einsatz.

Mit Firefox 46 erhalten Linux-Nutzer ein "verbessertes Design der Benutzeroberfläche", denn Firefox nutzt anstelle von GTK2 nun GTK3. Für alle Firefox-Nutzer wurde die Sicherheit des Browser verbessert: So haben die Mozilla-Entwickler die W^X genannte Richtlinie zur Speicherverwaltung umgesetzt, die den Browser besser absichern soll. W^X steht für Write XOR Execute und ist Teil des OpenBSD-Projekts. W^X verlangt, dass Speicherbereiche entweder beschreibbar oder ausführbar sind – aber niemals beides simultan. In Firefox gilt dieses Entweder-oder-Prinzip für die JIT-Kompilierung von JavaScript-Code. So soll die Ausführung von eingeschleustem Code verhindert werden. Details zur Funktionsweise und zur Performance hat Entwickler Jan de Mooij in seinem Blog notiert.

Die Firefox-Entwickler haben zudem diverse Sicherheitslöcher gestopft und die Performance und Stabilität von WebRTC verbessert. Außerdem unterstützt das Web-Crypto-API nun auch die HMAC-basierte "Key Derivation Function" HKDF (RFC 5869). Die Web-Crypto-Schnittstelle dient kryptographischen Operationen mit JavaScript. Alle weiteren Neuerungen und Änderungen führen die Release Notes auf. Firefox steht für Windows, OS X und Linux zum Download bereit. (dbe)