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Firefox 49 kann vorlesen

Mit dem jüngsten Update setzt Mozilla die Arbeiten an der Mehrprozessor-Architektur fort und bietet Android-Nutzern bessere Offline-Unterstützung.

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(Bild: dpa, Mozilla Foundation)

Mozilla hat Version 49 von Firefox für Windows, Linux, Mac OS und Android veröffentlicht. Ein bemerkenswertes neues Feature der Desktop-Varianten ist die Vorlesefunktion, die sich im Reader-Modus - erreichbar über das Buch-Symbol in der Adressleiste - anschalten lässt. Das dahinter steckende WebSpeech API können auch Webentwickler benutzen. Ebenfalls neu: Die Android-Variante benutzt den Cache sinnvoll und zeigt zuvor aufgerufene Seiten an, auch wenn gerade keine Internet-Verbindung besteht.

Die in Firefox 48 eingeführte Mehrprozess-Architektur (Projekt "Electrolysis") hat Mozilla weiter ausgebaut. Während ursprünglich nur Firefox-Nutzer ohne Add-ons mehrere Prozesse nutzen konnten, lässt der Browser das nun auch bei einigen Erweiterungen zu. Den Electrolysis-Status kann man auf der Seite "about:support" unter dem Eintrag "Multiprocess Windows" einsehen. Weitere Detailverbesserungen listen die ReleaseNotes auf.

Die Entwicklerwerkzeuge warten mit einigen Verbesserungen auf, etwa eine neue Spalte im Netzwerk-Tab, der den Auslöser der jeweiligen Verbindung anzeigt. Zahlreiche weitere Verbesserungen gibt es bei der Unterstützung von Webtechniken, etwa die `<details>`- und `<summary>`-Elemente oder Verbesserungen bei CSS-Hintergründen. Außerdem kommt Mozilla schlampigen Webentwicklern mit dem Support für zahlreiche `webkit`-CSS-Präfixe entgegen.

Beerdigt hat Mozilla den auf WebRTC basierenden Chat-Dienst Firefox Hello, der erst letztes Jahr in Version 35 eingeführt worden war. Außerdem läuft der Browser nicht mehr auf älteren OS-X-Version (10.8 "Mountain Lion" und älter) sowie unter Windows auf sehr alten Pentium-III-Prozessoren mit SSE-Befehlssatz.

(dahe)