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Firefox 60 soll Gruppenrichtlinien verstehen

Firefox 60 erscheint im Mai 2018 als Extended-Support-Release. Bereits im Dezember wurde bekannt, dass der Browser Richtlinien aus einer JSON-Datei auslesen kann. Jetzt arbeiten die Entwickler an einer Unterstützung von Gruppenrichtlinien.

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Mozilla-Zentrale

Das Hauptquartier des Firefox-Entwicklers Mozilla in San Francisco.

(Bild: dpa, Andrej Sokolow)

Die Firefox-Entwickler haben auf die Bitten der Windows-Administratoren gehört und arbeiten an einer Einbindung einer Gruppenrichtlinienunterstützung für Firefox 60. Administratoren müssen dann nicht mehr auf Firefox-Anpassungen von Drittanbietern zurückgreifen.

Mit der Ankündigung, in Zukunft eine Richtlinien-Engine in Firefox zu integrieren, die die Konfiguration aus einer JSON-Datei ausliest, reagierte Firefox bereits Ende 2017 auf die jahrelangen Rufe von Administratoren, die eine zentrale Verwaltung für den Browser forderten. Nach Mozillas Plänen sollten die Admins die Konfigurations-Datei mit einer Verteilmethode ihrer Wahl in den Programmordner legen. Verwalter von Windows-Domänen reagierten enttäuscht – hatten sie doch darauf gehofft, auch Firefox ähnlich wie Chrome, Edge oder den Internet Explorer über Gruppenrichtlinien steuern zu können.

Als Bug 1433136 wurde der GPO-Support bereits vor einem Monat eingereicht und seitdem optimiert. Offiziell hat Mozilla die Funktion jedoch noch nicht angekündigt und auch das Wiki noch nicht angepasst, der Code ist jedoch bereits entwickelt. Er ersetzt die JSON-basierte Richtlinien-Engine nicht, sondern setzt auf ihr auf. Die zugehörigen ADMX-Vorlagen liegen auf GitHub und zeigen, was alles einstellbar sein wird. Zum Funktionsumfang gehören unter anderem Startseiten, der Umgang mit Cookies, Updates, Flash und Addons.

Firefox 60 wird für Mai 2018 erwartet und bekommt als ESR-Version 54 Wochen Support. (jam)

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