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Firefox 70: Mozilla trackt die Tracker

Track-the-Tracker ist eine Funktion, mit der Firefox-Nutzer in der neuesten Version 70 einen Bericht über geblockte Drittanbieter einsehen können.

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(Bild: Sundry Photography/Shutterstock.com)

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Mozilla erweitert den Tracking-Schutz. Der Web-Browser Firefox 70 blockiert nicht nur Cookies von Drittanbietern und Krypto-Mining, Nutzer können in einem Bericht nun auch einsehen, wie versucht wurde sie online zu tracken. Das Dashboard für die Privatsphäre ist kostenlos und mit dem ab heute veröffentlichten Update verfügbar.

"So können wir Sie noch besser schützen, wenn Sie online sind, während Sie Ihre Zeit im Netz genießen und sich keine Gedanken darüber machen müssen, wer Sie trackt, Ihre Daten verwendet oder Ihren Surf-Verlauf ohne Ihr Wissen durchsucht", heißt es in einem Blogpost von Firefox zum Update. Der verbesserte Tracking-Schutz selbst ist bereits im September mit Version 69 und einer Blockade von Flash eingeführt worden.

Im neuen Privatsphäre-Bereich sieht man nun die Anzahl der verhinderten Cross-Site- und Social-Media-Tracker, digitalen Fingerprintings und Krypto-Mining. Beim Besuch einer Webseite zeigt Firefox in der Adresszeile an, ob Tracker blockiert werden – dann ist ein kleines Schild-Symbol zu sehen. Klickt man darauf, kann man einen Bericht anfordern.

Firefox Monitor hält Nutzer zudem über Sicherheitsverletzungen auf dem Laufenden. Die Funktion gleicht Online-Konten mit einer Datenbank ab und prüft, ob die E-Mail-Adresse und dazugehörige Daten im Zuge eines Hacks oder Leaks im Internet veröffentlicht wurde. Mit Firefox 70 ist die Funktion regulär eingebunden und bietet eine Zusammenfassung möglicher Datenlecks. Mit dem Passwortmanager Firefox Lockwise können Passwörter über Geräte hinweg synchronisiert werden. Eine neue Schaltfläche gibt einen Überblick zu den Anmeldedaten und Updates. Integriert ist nun ein Passwortgenerator.

Im regulären Surfmodus entfernt Firefox die Pfadinformationen vom HTTP-Referrer, das galt bisher nur im privaten Modus. Mozilla hat im September in den USA damit angefangen, DNS-over-HTTPS (DoH) generell zu aktivieren. Dabei werden DNS-Daten verschlüsselt, denn alleine diese Metadaten lassen Rückschlüsse auf Online-Aktivitäten von Nutzern zu. (emw)