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Firefox 71 mit Bild-im-Bild-Modus für Videos

Firefox bekam sein letztes Major-Update in diesem Jahr: Es stattet den Browser mit einer Bild-im-Bild-Funktion aus und verbessert den Passwort-Manager.

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Zum Jahresende bekommt Firefox noch ein größeres Update spendiert: Version 71 rüstet den Browser mit einer neuen Bild-im-Bild-Funktion aus. Sie löst Videos aus Webseiten und Tabs heraus und bringt sie in einem eigenen Fenster unter. Der Nutzer kann beim Youtube-Gucken also nebenbei E-Mails sortieren.

Zunächst ist der Modus aber nur unter Windows verfügbar – alle anderen können die Funktion auf eigene Gefahr unter about:config aktivieren. Ab Januar sollen dann auch macOS und Linux offiziell unterstützt werden. Auf der rechten Seite eines Videos erscheint ein blaues Symbol, das die Bild-im-Bild-Ansicht startet.

Ein neuer Kiosk-Modus macht Firefox attraktiver für Museen, Bibliotheken oder Messestände. Ist der Modus aktiviert, kann der Nutzer nicht mehr aufs Browser-Menü, die Einstellungen oder Werkzeugleisen zugreifen. Neu sind zudem Verbesserungen bei Lockwise, dem integrierten Passwort-Manager von Firefox. Dieser erkennt nun auch Subdomains und trägt automatisch die passenden Login-Daten ein. Auch Nutzer von Screenreadern erhalten Warnhinweise über potenziell kompromittierte Passwörter, die bei einem Hack in die Öffentlichkeit geraten sind.

Rauscht der Mauszeiger über ein Video, erscheint ein Symbol, das den Bild-im-Bild-Modus startet.

(Bild: Mozilla)

Ausgebaut wurde der "Verbesserte Tracking-Schutz" von Firefox: Er informiert den Nutzer, wenn der Browser einen Kryptominer blockiert hat. In der Adresszeile ist mit einem Klick auf das Schutzschild-Icon außerdem zu sehen, wie viele "Skripte zur Aktivitätenverfolgung" gefunden wurden. Das Firefox-Team hat sich auch der Konfigurationsseite about:config angenommen, sie umgestaltet und modernisiert. TLS-Zertifikate sind neuerdings in einem Tab untergebracht und nicht mehr in einem separaten Fenster.

Mit dem Update auf Version 71 sollen die Developer-Tools zuverlässiger und schneller arbeiten. Um dieses Ziel zu erreichen, hat das JavaScript-Team mitgeholfen und die Caching-Skripte optimiert – Firefox und die Dev-Tools starten nun zügiger als bislang. Der Geschwindigkeitsgewinn liegt bei den einzelnen Werkzeugen bei 8 bis 15 Prozent. In einem Konsolen-Test sei eine Leistungssteigerung um sogar 40 Prozent gemessen worden, freut sich Chris Mills im Mozilla-Hacks-Blog (wo weitere Details zu den verbesserten Dev-Tools zu erfahren sind).

Die Entwickler haben auch wieder diverse Sicherheitslücken geschlossen. Alle weiteren Neuerungen, Änderungen und Verbesserungen sind in den Release Notes aufgeführt. Firefox 71 ist ab sofort für Windows, macOS und Linux verfügbar. Firefox 72 soll planmäßig am 7. Januar auf den Markt kommen. Ab 2020 erscheinen Major-Updates für den Browser alle vier Wochen, damit neue Funktionen schneller verfügbar sind. (dbe)