Firefox-Entwickler diskutieren Opt-out für Nutzerdatenmessung

"Data Ping" heißt der Entwurf für das Datenmessverfahren, das in Firefox eingebaut werden könnte. Mozilla will so Daten sammeln, um das Produkt zu verbessern. Der Entwurf ist umstritten und wird diskutiert.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 160 Beiträge
Von
  • Ragni Zlotos

Die Mozilla-Entwickler wollen besser Bescheid wissen über das Verhalten der Firefox-Nutzer. Die Arbeitsgruppe Mozilla Metrics entwirft derzeit ein Messverfahren für den Browser, "Data Ping". Umstritten ist die Datensammlung an sich, aber auch die Vergabe einer eindeutigen ID.

Das sogenannte Opt-Out gebe zwar die Möglichkeit, im Nachgang die Datensammlung auszuschalten. Erinnert man sich etwa an die Aufregung bei der Einführung von Google Chrome um die eindeutige Browser-ID, so ist nicht schwer vorherzusehen, dass Mozilla sich damit großen Ärger bei seinen Nutzern einhandeln könnte.

Mozilla erhoffe sich konsistentere und verlässlichere Datensätze als diejenigen, die sich bei Befragungen ergeben können. Dadurch sollen Informationen erhoben werden, die die Eindrücke der Nutzer beim Browsen mit Firefox beeinflussen können: eine Liste installierter Plug-ins und deren Version, Zahl der Abstürze, der anhand der IP-Adresse ermittelte Ort und wie und ob der Nutzer den Browser aktiv nutzt. Diese Angaben werden gemäß dem Entwurf für sechs Monate gespeichert.

Der Entwurf wird derzeit diskutiert und weiterentwickelt. Gegenstimmen weisen darauf hin, dass er in dieser Form gegen die Datenschutz-Prinzipien verstößt, die Mozilla-Mitarbeiter Ben Adida in einem Blogeintrag formuliert hatte. In einigen Ländern sei das Opt-out nicht zulässig. (rzl)