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Firefox Focus wird zum iOS-Browser mit Tracking-Blocker

Die neue Version von Mozillas Inhaltsblocker für iOS bringt den Browser gleich mit – und positioniert sich explizit als Werbeblocker. In Deutschland, Österreich und der Schweiz heißt die App "Klar".

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Firefox Focus wird zum iOS-Browser

Die Oberfläche ist reduziert, Tabs gibt es nicht.

Mit der neuen Version von Firefox Focus veröffentlicht Mozilla einen Browser für iOS, der unliebsame Inhalte blockiert. Der Nutzer kann verschiedene Kategorien von Trackern oder anderen Inhalten (etwa Webfonts), die möglicherweise Datenschutz, Sicherheit und Performance negativ beeinflussen, vom Download abhalten. Wie der Privat-Modus von Firefox identifiziert die kostenlose App für iPhone und iPad Tracker mit Hilfe des Open-Source-Tools Disconnect.me.

Die deutsche Variante der App soll "in Kürze" verfügbar sein. Sie wird wie schon die erste Version den Namen "Klar by Firefox" tragen. Während es sich bei der ersten Version der App um einen reinen Inhaltsblocker handelt, der mit Safari zusammenarbeitet, hat Mozilla Version 2 der Software zum Browser aufgewertet – der natürlich wie alle iOS-Browser zum Rendern auf die Safari-Engine angewiesen ist.

Die Einstellungen von Focus beziehungsweise "Klar".

Anders als im Desktop-Firefox ist die Tracker-Blockade per Default aktiviert. Seiten, die damit nicht funktionieren, kann Focus an externe Browser wie Safari oder iOS-Firefox durchstecken. Session-Daten inklusive Cookies lassen sich mit nur einem Antippen löschen. Die Oberfläche ist stark reduziert, Tabs gibt es nicht.

Offenbar verschärft Mozilla seinen Kurs nochmals gegenüber Online-Werbung: Während der Inhaltsblocker in Firefox und die erste Version von Focus explizit nicht als Werbeblocker, sondern als Tracking-Schutz vermarktet wurde, bewirbt man Focus nun mit "Automatically block ads". (Herbert Braun) / (cwo)

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