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Firefox behält seine Versionsnummern – vorerst

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Der beliebte Browser Firefox wird erst einmal weiterhin feste und leicht einsehbare Versionsnummern haben. Das stellte Mozilla-Entwickler Alex Faaborg in einem Newsgroupbeitrag klar. Es gebe keine konkreten Planungen, die Anzeige der benutzten Firefox-Version im Menüfenster "Über Firefox" einzustellen. Vor zwei Wochen erklärte Mozilla-Community-Koordinator Asa Dotzler das Aus für feste Versionsnummern im Zusammenhang mit dem neuartigen Update-Modus des Browsers.

Alex Faaborg erklärte die vorschnelle Ankündigung mit einem Kommunikationsproblem. Ein Entwickler des Usability-Teams habe die Streichung der öffentlichen und statischen Versionsnummern lediglich als Vorschlag eingebracht. Asa Dotzler verstand dies jedoch als beschlossenes Projekt und verteidigte die vermeintliche Entscheidung des Teams gegenüber der Community.

Faaborg schränkte allerdings ein, dass die Idee einer anderen Versionsstruktur keinesfalls gestorben sei. Er habe lediglich klar gestellt, "dass wir das Schema nicht sofort ändern (wie: in dieser Woche)." Es bleibe das Ziel von Mozilla, Updates in kurzen Abständen und "leise" an die Nutzer auszuliefern. Mozilla-Entwickler Matt Brubeck nennt in der Diskussion Google Chrome als erstrebenswertes Vorbild, bei dem 95 bis 99 Prozent der Nutzer überhaupt nichts von Aktualisierungen mitbekämen. Darum gebe es auch kaum Kritik an der Versionisierung dieses Browsers.

Community-Manager Asa Dotzler hat am Donnerstag einen Zeitplan für die nächsten Firefox-Versionen veröffentlicht, der den neuen sechswöchigen Updatezyklus wiederspiegelt. Demnach soll Firefox 7 am 27. September erscheinen, Firefox 8 kommt am 8. November, Firefox 9 soll am 20. Dezember fertig sein und so weiter. Zeitgleich zur Auslieferung einer neuen Version soll die Beta-Version des Nachfolgers sowie die Aurora-Version der übernächsten Version erscheinen. Bei letzterem handelt es sich laut Mozilla um "eine instabile Umgebung, die nichts für schwache Nerven ist."

Mitchell Baker, Vorsitzende der Mozilla Foundation, verteidigte die umstrittene neue Update-Politik des Projektes am Donnerstag nochmals in ihrem Blog: Durch den kurzen Zyklus kämen Verbesserungen viel schneller bei den Menschen an. Baker zeigte Verständnis für den Unmut von Unternehmen, denen die häufigen Updates Schwierigkeiten bereiten, und räumte Probleme mit der Add-On-Kompatibitität ein. Es müsse daran gearbeitet werden, den Update-Prozess sauberer und nutzwertiger zu machen. (jh)