Menü

Firefox erfindet den Debugger neu

Der neue Javascript-Debugger läuft nicht nur in der Nightly-Version von Firefox, sondern auch als separate Anwendung, auf die andere Browser oder Node.js zugreifen können.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 72 Beiträge

(Bild: dpa, Mozilla Foundation)

Von

Seit Mittwoch enthalten die Nightly-Versionen von Firefox einen neuen Javascript-Debugger. Das Besondere daran: Der Debugger lässt sich auch unabhängig vom Browser einsetzen.

Debugger.html setzt nicht mehr wie sein Vorgänger auf XUL, sondern auf HTML und JavaScript, genauer gesagt auf die Bibliotheken React und Redux. Um debugger.html separat zu starten, klont man den auf GitHub veröffentlichten Code, installiert ihn mit npm und startet ihn als Node.js-Anwendung. Anschließend nimmt ein lokaler Express-Server Anfragen entgegen. Da sowohl Firefox als auch Chrome und Co. Remote Debugging unterstützen, kann debugger.html wie gewohnt Breakpoints setzen oder Call Stacks ausgeben. Besonders interessant: Auch das oft schwer zu debuggende Node.js spricht das Remote Debugging Protocol und kann mit debugger.html zusammenarbeiten.

In der Gestaltung orientiert sich debugger.html eng am Marktführer Chrome – Umsteiger werden sich rasch zurechtfinden. Änderungen an Layout und Gestaltung sind leicht möglich – für die Standalone-Version braucht es dafür auch keinen Compiler. Wenn nichts schiefgeht, soll der Debugger im März in Firefox 52 Teil der stabilen Releases werden.

Eine Neuentwicklung der Konsole ist bereits in Arbeit. Im Zuge von Mozillas langsamem Abschied von XUL sollen nach und nach die gesamten Entwicklerwerkzeuge umgestellt werden und – soweit technisch möglich – als Standalone-Versionen verfügbar gemacht werden. (axk)