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Firefox lässt Nutzer Sprachsteuerung testen

Firefox bekommt eine Sprachsteuerung. Zunächst möchte Mozilla aber nur freiwillige Anwender das Add-On testen lassen.

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(Bild: David Tran Photo/Shutterstock.com)

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Für Firefox ist unter dem Namen Voice ab sofort ein Add-On zur Sprachsteuerung verfügbar, zunächst allerdings nur für den Desktop-Browser und in einer beta-Version. Mozilla möchte "mutige" Nutzer die Funktion testen lassen, bevor sie im Major-Release veröffentlicht wird. Installiert man den Sprachassistenten, fordert Mozilla dazu auf, noch niemandem von der Funktion zu berichten. Nunja.

Firefox kündigt an, der Sprachassistent helfe, schneller und leichter im Internet zu surfen. Freiwillige Testnutzer bittet Mozilla, die Telemetrie-Daten freizugeben, an Umfragen teilzunehmen und entdeckte Bugs zu melden, damit der Anbieter die Funktion verbessern kann. Die Daten sollen sicher und ohne Informationen zur Feststellung der Person gespeichert werden. Allerdings fragt der Sprachassistent sofort danach, Transkripte der Sprachanfragen zur Auswertung anfertigen und sammeln zu dürfen. Die Nutzung ist auch ohne Zustimmung möglich. Die Sprachaufnahmen landen bei Mozilla und in der Google Cloud, wobei Google selbst sie nicht mithören und auswerten können soll.

Zu den Funktionen des Sprachassistenten gehören bisher Aufforderungen wie zu einer bestimmten Webseite zu gehen, Zeiten für Kinovorführungen rauszusuchen und "Hundebetten bei Amazon zu shoppen", führt Firefox als Beispiel auf. Bisher spricht der Assistent nur Englisch. Wie lange er im Beta-Stadium bleibt und ob er überhaupt je in die stabile Version aufgenommen wird, ist unklar.

Firefox experimentiert schon länger mit Sprachsteuerung. "Testpiloten" konnten bereits Voice-Fill ausprobieren, damit ließen sich etwa Google und DuckDuckGo ansprechen. Das Experimentier-Programm, an dem man teilnehmen konnte, hat Firefox allerdings vergangenes Jahr beendet. Unter Common Voice und DeepSpeech arbeitet Mozilla an einer Spracherkennung, mehr als 1300 Stunden transkribierter Audiodateien enthält die frei verfügbare Sammlung. Mit ihr sollen Spracherkennungssysteme – auch von anderen Diensten – trainiert werden können.

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(emw)