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Firefox und Thunderbird 13 erschienen

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Gleich zwei Releases gibt es nun von Mozilla: Mit den Versionen 13 werden das E-Mail-Programm Thunderbird und der Webbrowser Firefox aktualisiert. Die Software war vorab bereits auf den FTP-Servern und per automatischem Update verfügbar, doch nun folgte die offizielle Ankündigung. Firefox verbessert die Nutzeroberfläche, schaltet per Default Googles SPDY-Protokoll ein und unterstützt weitere Eigenschaften von CSS3. Thunderbird will statt großen Attachments eher Links senden und die Anhänge auf einem Server von beispielsweise YouSendIt für einige Tage speichern, bis der E-Mail-Empfänger die Mail herunterlädt.

Thunderbird kann große Dateianhänge nun auf den Cloudspeicherdienst "You Send It" hochladen und den "Anhang" in der gesendeten Mail verlinken.

Thunderbird will auch das Speichern für die "File Link"-Attachments auch bei Dropbox erlauben. "Wir würden wirklich gerne mit Dropbox zusammenarbeiten, haben bisher aber leider noch keine Übereinstimmung erzielen können", sagte Mozillas Pressekontakt in Deutschland Erik Lüddemann gegenüber heise online. Es gebe aber Pläne, mit den Cloudspeicher-Diensten Ubuntu One oder SpiderOak zu kooperieren. Eine weitere Erleichterung hat Thunderbird für Nutzer eingebaut, die sich einen neuen E-Mail-Account auf einer eigenen Domain anlegen wollen. Dafür bietet die Kontenverwaltung einen Nutzerdialog. Um das gewährleisten zu können, arbeitet Mozilla mit den Hostern Gandi und Hover zusammen. In der bis Erscheinen dieser Nachricht testbaren Version 13 Beta 4 funktionierte dieses Feature jedoch noch nicht.

Wichtig für Firefox-Nutzer sind die Verbesserungen bei der Schnelligkeit: Beim Starten des Programms werden nun bei der Sitzungswiederherstellung nicht gleich alle Tabs neu geladen. Und das SPDY-Protokoll ist ab Firefox 13 per Default angeschaltet. Außerdem gibt es einen verbesserten Garbage Collector für JavaScript.

Firefox 13 präsentiert den Zugang zu Nutzerdialogen auf der Startseite.

Auf der Benutzeroberfläche hat sich bei Firefox 13 nicht viel getan: Der Webbrowser zeigt Nutzern beim Öffnen eines neuen Tabs viel benutzte Seiten an und die Startseite bietet schnellen Zugriff auf Downloads, Lesezeichen, Historie und Einstellungen. Per Default ist nun für alle das weiche Scrollen aktiviert. Bei der Darstellbarkeit von in modernen Webseiten nutzbaren CSS3-Eigenschaften hat der Browser allerdings nachgelegt: So lassen sich jetzt Werte für <angle> in Zusammenhang mit rotate benutzen und das Hersteller-Präfix "moz-" für border-radius und box-Shadow kann weggelassen werden. Die Pseudoklasse ":invalid" kann für Elemente wie <input> oder <form> verwendet werden, deren Eingabe nicht validiert werden konnte. Außerdem wurde die CSS-Eigenschaft "column-fill" implementiert, die Content in Spalten aufteilt.

Auch die Werkzeuge für Web-Entwickler sind verbessert worden. In der Ansicht "Untersuchen" gibt es die Möglichkeit, die Elemente direkt zu bearbeiten und einzelne oder mehrere CSS- oder HTML-Zeilen zu kopieren. Das bearbeitete CSS werde sofort abgespeichert und die Änderungen angezeigt. Dadurch wird das Experimentieren mit dem CSS sehr schnell. Aus der Stil-Bearbeitung lassen sich die veränderten CSS-Dateien lokal speichern. In der Stil-Seitenleiste der "Untersuchen"-Ansicht lassen sich CSS-Regeln nach Rechtsklick über das Kontextmenü kopieren.

Siehe dazu auch:

(rzl)