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Firmware-Update kegelt Kabel-Deutschland-Kunden aus dem Netz

Kabel Deutschland gehört zu den Providern, die ihren Kunden keine freie Wahl des Endgeräts lassen. Damit sind KD-Kunden im Fehlerfall nicht nur dem technischen Support des Anbieters, sondern auch der Software-Pflege des Geräteherstellers ausgeliefert.

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Einen der Nachteile von Zwangs-Hardware bekamen jüngst ein paar Hundert Kabel-Deutschland-Kunden zu spüren, die ein Gerät wählten, das in einer von zwei Betriebsarten arbeitet (Router oder Modem). Im Modem-Betrieb – auch als Bridge-Modus bezeichnet – kann man einen Router eigener Wahl hinter das vom Provider gelieferte Gerät schalten. So lassen sich beispielsweise Zusatzkosten für das bei Kabel Deutschland optionale WLAN vermeiden oder andere Funktionen erhalten, die die KD-Hardware nicht bietet.

Der Modem-Modus von Hitrons CVE-30360 wurde durch das Firmware-Update 4.2.8.9-IMS-KDG instabil.

(Bild: Hitron )

Um den 18. Oktober begann Kabel Deutschland damit, die neue Firmware 4.2.8.9-IMS-KDG für das Router-Modell Hitron CVE-30360 über das Kabelnetz auf Kundengeräten zu installieren. Im Router-Modus machte die Version anscheinend keine Probleme. Im Modem-Betrieb kam es einigen Leserhinweisen und zahlreichen Einträgen im KD-Forum zufolge dazu, dass die Internet-Verbindung nach einigen Stunden Betriebszeit abriss. Sie ließ sich nur durch kurzzeitiges Trennen des Modems vom Stromnetz wieder aufbauen.

Laut KD kommt es aktuell immer noch "in Einzelfällen zu Problemen mit der Internetverbindung". Weiter hieß es: "Nachfragen zu dieser Thematik liegen uns von Kunden im niedrigen dreistelligen Bereich vor."

Bei manchen Kunden hat Kabel Deutschland zunächst das Hitron-Gerät durch ein Compal-Modell ausgetauscht, bei anderen später eine ältere, störungsfreie Firmware ferngesteuert eingespielt. Wer aktuell das beschriebene Stabilitätsproblem per Hotline meldet, soll ebenfalls die ältere Firmware aufgespielt bekommen. Die korrigierte Fassung will Kabel Deutschland in Kürze automatisch an alle Kunden verteilen. (ea)