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Fischer-Dübel-Chef: "China überholt uns links und rechts"

Reformstau bei der Digitalisierung, Elektromobilität, KI oder Industrie 4.0. Fischer blickt mit Sorgen auf die Entwicklung in Deutschland und der Welt.

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Dübel-Chef Fischer: "China überholt uns links und rechts"

(Bild: metamorworks / shutterstock.com)

Angesichts weiter drohender Handelskriege hat der Unternehmer Klaus Fischer die deutsche Wirtschafts- und Bildungspolitik kritisiert. Einen Reformstau gebe es zum Beispiel bei der Industrie 4.0, der Digitalisierung, der Künstlichen Intelligenz oder der Elektromobilität. "China etwa überholt uns bei diesen Themen links und rechts, und Deutschland reagiert kaum", kritisierte der Inhaber der auf Befestigungssysteme spezialisierten Fischerwerke. "Die Politik ist zufrieden mit den Erfolgen der Vergangenheit und richtet sich zu wenig auf die Zukunft aus."

Als Beispiel sieht der 68-Jährige den Fachkräftemangel, der auch die Folge eines schwachen Bildungssystems sei. "Wenn hier nicht schnell nachgebessert wird, setzen wir die Zukunft unseres Landes aufs Spiel." Für viele Themen werde Geld eingesetzt, aber viel zu wenig für die Zukunft.

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Zwar sei eine Eintrübung der Konjunktur nach zehn Jahren boomender Weltwirtschaft nicht ungewöhnlich. Sollte die Weltwirtschaft aber in eine ernsthafte Krise abrutschen, hätte das nach Fischers Überzeugung zum Teil hausgemachte Gründe. "Beispielhaft hierfür sehe ich den Handelskrieg zwischen den USA und China, den chaotischen Brexit, das uneinige und führungslose Europa, in dem fast alle Staaten nur noch an ihr eigenes Wohl denken, und zunehmend radikale Tendenzen in vielen Ländern weltweit", zählte Fischer auf. "Diese Entwicklung muss einem Sorgen bereiten."

Die Fischerwerke planen trotz aller weltweiten Unsicherheiten auch im laufenden Jahr mit einem Umsatzwachstum, nach 864 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2018. Fischer ist in 35 Ländern aktiv. Den Handelsstreit zwischen den USA und China merke das Unternehmen, weil der Unternehmensbereich fischer automotive systems in China Produkte auch für den US-Automobilmarkt produziert. "Auch beim Brexit gehen wir davon aus, dass wir davon in Großbritannien und in Irland betroffen sind, weshalb wir uns entsprechend vorbereitet haben." (bme)