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Technology Review

"Fitbit für alte Menschen" schlägt bei Notfällen Alarm

Das Start-up CarePredict will aus Bewegungsdaten auf mögliche Gesundheitsprobleme schließen.

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Noch in diesem Jahr möchte eine aus Florida mit der Auslieferung des ersten Modells seines neuen drahtlosen Trackingsystems beginnen, das speziell für Senioren gedacht ist, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Mit dem Sensor der Firma CarePredict sollen Verwandte und Pflegekräfte rechtzeitig gewarnt werden, wenn eine Verschlechterung des Gesundheitszustands droht. Das System setzt sich aus einem Gerät für das Handgelenk und Empfangsmodulen zusammen, die an den Wänden der Wohnung angebracht werden. So lässt sich die Aktivität des Trägers von Raum zu Raum erkennen und Alarm schlagen, sollten sich verdächtige Lebensmusterveränderungen ergeben.

Die Hersteller von Smartwatches, Fitnesstrackern und anderen trendigen Wearable-Produkten setzten vor allem auf die Zielgruppe der jungen, aktiven Menschen. Doch einige Entwickler glauben, dass es ein großes Potenzial bei einer neuen Zielgruppe gibt – alten und kranken Menschen.

Produkte, die Senioren helfen, ihren unabhängigen Lebensstil zu pflegen, indem sie ständig mit ihren erwachsenen Kindern und anderen Hilfspersonen in Verbindung bleiben, könnten einen riesigen Markt darstellen, hofft man bei CarePredict.

Das System kann erfassen, in welchem Raum der Benutzer ist. "Das ist kein Fitbit für die Oma", meint Satish Movva, Chef und Gründer der Firma unter Verweis auf den populären Sporttracker. Neben dem am Handgelenk getragenen Gerät werden vier kleine Beacons, die sich per Klebefolie an der Wand befestigen lassen, mitgeliefert. Sie erkennen dann, ob sich jemand in der Küche, dem Bad, dem Schlafzimmer oder dem Wohnzimmer befindet. Die Module senden Bewegungsdaten an eine Zentrale, die ebenfalls im Haus platziert wird. Von dort aus geht es dann zur Analyse und Speicherung ins Internet.

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(bsc)