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Fitness-Spezialist Fitbit vor Börsengang vom Rivalen Jawbone verklagt

Kampf der Fitnessband-Hersteller: Jawbone verklagt Fitbit, weil Mitarbeiter nicht nur die Seiten gewechselt, sondern auch noch Geschäftgeheimnisse mitgenommen haben sollen.

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Fitness-Spezialist Fitbit vor Börsengang von einem Rivalen verklagt

(Bild: Fitbit)

Beim Fitness-Geräte-Anbieter Fitbit platzt eine brisante Klage des schärfsten Wettbewerbers in die Vorbereitungen zum Börsengang. Die ebenfalls vor allem für ihre Fitness-Armbänder bekannte Firma Jawbone wirft Fitbit vor, in großem Stil Mitarbeiter abzuwerben, um an Geschäftsgeheimnisse heranzukommen.

Neben Fitbit wurden fünf ehemalige Jawbone-Beschäftigte verklagt, die die Seiten gewechselt hatten. Sie hätten kurz vor dem Weggang noch zahlreiche Unterlagen heruntergeladen und auf USB-Sticks gespeichert, heißt es in der Klage, die das Technologieblog The Verge am Donnerstag veröffentlichte. Jawbone spricht von einer "Goldgrube" für den Konkurrenten. Unter dem Material seien eine ausführliche Marktstudie sowie Informationen zu Jawbones Audio-Produkten wie Ohrhörer und tragbare Lautsprecher. Fitbit hat bisher keine Audio-Technik im Angebot.

Die Fitbit-Aktienplatzierung soll laut dem Anfang Mai veröffentlichten Börsenprospekt 100 Millionen Dollar einbringen, das dürfte aber zunächst nur ein Platzhalter-Wert sein. Den dabei erstmals veröffentlichten Zahlen zufolge verkaufte Fitbit im vergangenen Jahr knapp elf Millionen Geräte und konnte den Umsatz mit gut 745 Millionen Dollar nahezu verdreifachen. Damit gelang dem Unternehmen aus San Francisco auch der Sprung in die schwarzen Zahlen mit einem Gewinn von knapp 131,8 Millionen Dollar. (axk)