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Flächendeckende Breitbandversorgung in Bayern erst im nächsten Jahrzehnt

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In ländlichen Regionen Bayerns wird es noch über Jahre hinweg Lücken bei der Versorgung mit schnellen Breitband-Internetverbindungen geben. Eine weitgehend flächendeckende Versorgung wird voraussichtlich Ende 2010 erreicht, wie aus einem am Donnerstag vorgelegten Bericht von Wirtschaftsministerin Emilia Müller (CSU) vor dem Wirtschaftsausschuss des Landtags hervorgeht. Vor allem im ländlichen Raum gebe es noch "beachtliche un- oder unterversorgte Gebiete", heißt es in dem Bericht weiter.

Eine flächendeckende Versorgung mit DSL-Angeboten der Telekom wird es laut Bericht wegen der hohen Kosten für die Festnetzleitungen wohl nicht geben. Neben DSL gebe es auch andere Breitbandtechniken. Schnelles Internet über Funkverbindungen sei oft kostengünstiger und schneller zu realisieren als Festnetzanbindungen. Müller warf der Telekom unter anderem fehlende Kundennähe vor. Als Reaktion habe die Telekom aber schon ein besseres Servicekonzept auf den Weg gebracht.

Nach Auskunft Müllers will die Staatsregierung die schnellen Internetverbindungen mit 19 Millionen Euro bezuschussen. Die Kommunen werden laut Bericht voraussichtlich ab April oder Mai Förderanträge bei ihren jeweiligen Bezirksregierungen stellen können. (dpa) / (jk)