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Flash-Speicherchip mit 2 GByte und integrierter MMC-Schnittstelle

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Unter dem Namen moviNAND bietet Samsung einen nichtflüchtigen Speicherchip mit integrierter MMC-Schnittstelle an. In einem sehr kompakten Gehäuse fasst das Multi-Chip Package (MCP) mehrere nackte Silizium-Dice zusammen, nämlich einen oder mehrere NAND-Flash-Speicherchips mit jeweils bis zu 8 GBit Kapazität und einen Mikrocontroller, der die Flash-Chips verwaltet und mit einer standardisierten MMC-Schnittstelle verknüpft. Der Controller soll Datentransferraten von bis zu 52 MByte/s erreichen, also von der schnellen Sorte sein.

Die moviNAND-Bausteine sollen Entwicklern von Handys, PDAs und portablen Musik- und Videoplayern die Arbeit erleichtern, denn sie stellen größere Mengen NAND-Speicher über eine Standardschnittstelle bereit und sind sehr klein. Samsung hat nach eigenen Angaben die ersten moviNAND-Musterchips mit 1 und 2 GByte ausgeliefert, die Serienfertigung soll noch in diesem Monat anlaufen. Später im Jahr sollen moviNAND-Varianten mit 512 MByte und 4 GByte Kapazität folgen.

Bei den für moviNAND verwendeten 8-GBit-NAND-Chips setzt Samsung auf die Multi-Level-Cell- (MLC-)Speichertechnik, die pro Bit weniger Chipfläche belegt als die von Samsung sonst bevorzugte Single-Level-Cell- (SLC-)Technik. Die bereits vor zwei Jahren angekündigten 8-GBit-MLC-NAND-Chips fertigt Samsung in einem 60-Nanometer-Prozess seit Juli in großen Stückzahlen.

Die Aufwertung von NAND-Bausteinen mit Zusatzfunktionen hat auch einen handfesten wirtschaftlichen Hintergrund: Standard-NAND-Chips sind eine so genannte "Commodity"-Ware, die viele konkurrierende Hersteller in sehr ähnlicher Qualität produzieren – hier herrscht ein harter Preiskampf. Speicherchips mit Spezialfunktionen bieten die Chance auf stabilere Preise. Auch andere Flash-Hersteller, etwa die ehemalige AMD-Sparte Spansion, entwickeln deshalb Speicherbausteine mit Sonderfunktionen. (ciw)

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