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Flatrate-Anbieter Surf1 ist pleite (Update)

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Nachdem Surf1 Silyn-Tek bereits viele Kunden mit Sperrungen von Prepaid-Flatrate-Accounts und drastischen Preiserhöhungen verärgert hat, kommt es nun noch dicker: Das Unternehmen hat beim zuständigen Amtsgericht in Bitburg eine vorläufige Insolvenzverwaltung beantragt, wie ein Sprecher des Amtsgerichts gegenüber c't bestätigte. Ab sofort können Verfügungen des Unternehmens nur noch nach Zustimmung eines Insolvenzverwalters erfolgen. Ähnliches war bereits seit Tagen zu vermuten. In einem Gespräch mit c't hatte der Chef von Surf1, Nylis Renschler, bereits zugegeben, dass das finanzielle Überleben der Firma nicht gesichert sei.

"In Deutschand stehen nur eine unzureichende Anzahl von Einwahl-Ports zur Verfügung. Erschwert wird die technische Situation durch fehlenden Schutz der Kunden bei Einwahl Dritter, Mehrfach-Einwahl und dem Problem 'geknackter' Codes," begründet jetzt Nylis Renschle die schlechte Situation seines Unternehmens.

Wie es jetzt für die Kunden von Surf1 weitergeht, ist bislang unbekannt. Seit dem heutigen Donnerstagmorgen sind bereits sämtliche Prepaid-Flatrate-Accounts gesperrt. Problematisch für diesen Kundenkreis dürfte vor allem die Frage sein, ob das Geld, das für die Flatrate bereits im Voraus bezahlt wurde, wieder zurückgezahlt wird. Auch alle anderen Flatrate-Zugänge werden einer mittlerweile veröffentlichten Stellungnahme des Unternehmens zufolge wahrscheinlich abgeschaltet.

Die Stellungnahme schweigt sich zu den Folgen für die Kunden aus. Hierin wird lediglich beklagt, dass die Entwicklung der Rahmenbedingungen für Flatrate-Anbieter in Deutschland im Vergleich mit anderen Ländern wie den USA, Niederlanden oder Großbritannien hinterherhinkt. (axv)