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Flexible Displays: Nicht nur für Smartphones, sondern auch für Handtaschen

Faltbare Handys sind der Hingucker auf dem MWC. Künftig werden flexible Displays aber wohl auch in ganz anderen Alltagsgegenständen zu finden sein.

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Nicht nur für Smartphones: Handtaschen mit flexiblen Displays

Faltbare Smartphones sind wohl die spektakulärsten Messe-Highlights des diesjährigen MWC. Möglich werden sie durch dünne und flexible OLED-Displays. Diese organischen Displays lassen sich mit etwas Phantasie aber auch in diverse andere Alltagsgegenstände integrieren.

Wie das aussehen könnte, zeigt das chinesische Unternehmen Royole, das sich auf biegsame Sensoren und Displays spezialisiert hat. Bereits im Januar stellte Royole auf der diesjährigen CES mit dem FlexPai wohl das erste Consumer-Handy vor, dessen Bildschirm sich falten lässt. Damit kam Royole Samsung & Co. zuvor und erzielte einen Achtungserfolg.

Auf dem MWC zeigt Royole nach eigenen Angaben nur 0,01 mm dicke Displays, die in die Seite einer Tragetasche oder die Oberseite einer Handtasche eingearbeitet wurden. Auch in T-Shirts und einen Zylinder integrierte Displays gibt es am Messestand zu sehen und zu Preisen von 1.100 Euro sogar zu kaufen. Als etwas ernster Anwendung gibt es auch ein OLED, dass sich in ein PKW-Lenkrad einschmiegt.

Einiges wirkt auf den ersten Blick zwar wie Spielerei, zeigt aber das Potenzial der flexiblen Displays. So hat LG auf der CES mit seinem aufrollbaren Fernseher bereits für einige Furore gesorgt. Künftig wären auch auf die Wand "tapezierte" TVs denkbar oder auch ganz andere Einsatzzwecke, wie in öffentlichen Gebäuden in die Teppiche eingewebte Displays, die beispielsweise bei Gefahr interaktiv den kürzesten und sichersten Weg zum nächsten Notausgang weisen. (spo)