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"Fliegende Untertasse" der NASA: Wieder Probleme mit dem Fallschirm

Auf künftigen Marsmissionen will die NASA neue Landemodule einsetzen, die deutlich mehr Nutzlast befördern können. In einem zweiten Testflug sollte die Technik weiter erprobt werden. Das funktionierte aber wieder nicht ganz wie geplant.

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"Fliegende Untertasse" der NASA: Wieder Probleme mit dem Fallschirm

Das Fluggerät an seinem Ballon

(Bild: NASA)

Künstlerische Darstellung des Testflugs

(Bild: NASA/JPL-Caltech)

Auch der zweite große Test eines spektakulären NASA-Landemoduls für künftige Marsmissionen wurde nun von einer Panne überschattet. Der aufblasbare Ring, der den "Low-Density Supersonic Decelerator" (LDSD) schützen soll, öffnete sich am Montag zwar, der zugehörige Riesenfallschirm dagegen nicht richtig – wie bereits im Vorjahr. Genau wie damals zeigte sich die NASA mit dem Testlauf trotzdem zufrieden, sie habe wieder jede Menge gelernt. Der britische Telegraph zitiert einen NASA-Ingenieur mit der Einordnung, dass genau deswegen solche Tests durchgeführt würden, bevor es zum Mars gehe. Denn dann könnten sie sicher sein, dass alles funktioniert.

In dem neuerlichen Testlauf schwebte das untertassenförmige Fluggerät an einem großen Ballon in 36 Kilometer Höhe. Dort zündete das Fluggerät seine Triebwerke und katapultierte es in rund 55 Kilometer Höhe. Dann wurde planmäßig der schwimmringähnliche Airbag geöffnet, bevor es an den Fallschirm ging. Der ist doppelt so groß wie jener, der Curiosity auf dem Mars absetzte. Erneut machte er aber Probleme und öffnete sich nicht richtig. Endgültige Erkenntnisse über das Geschehen verspricht sich die NASA jetzt von den Instrumenten an Bord des Fluggeräts, das ins Meer gestürzt ist. Die sollen ausgewertet werden, sobald das Modul geborgen ist. Kommendes Jahr soll ein nächster Testflug folgen.

Videomitschnitt der entscheidenden Momente des Testflugs (NASA)

(mho)

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