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Microsoft Flight Simulator 2020 so groß wie 20.000 Blu-rays

Microsoft Flight Simulator greift über die Cloud auf einen Petabyte-großen Datenpool von Bing Maps zu und erzeugt so eine fotorealistische Next-Gen-Simulation.

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Der Microsoft Flight Simulator 2020 läutet eine neue Generation von Simulationsspielen ein.

(Bild: Microsoft)

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Im Jahr 2020 soll nach 14 Jahren Pause endlich wieder ein ernstzunehmender Flugsimulator aus dem Hause Microsoft erscheinen – der Flight Simulator 2020. Nach einigen grafisch spektakulären Bildern und Videos gab Microsoft im Rahmen einer Preview-Veranstaltung nun erste Details preis. Demnach wird Microsofts Flight Simulator zumindest technisch eine neue Generation von Simulationsspielen einläuten und durch eine Cloud-Anbindung einen bisher ungekannten Detailgrad bieten. Allerdings heißt das auch: Die im bisher veröffentlichten Microsoft-Bildmaterial gesehene Darstellungsqualität der Spielwelt erhält nur, wer beim Spielen dauerhaft mit den Microsoft-Servern verbunden bleibt.

30 Minuten neues Gameplay vom Flight Simulator 2020 (Quelle: Microsoft)

So greift der von den Asobo Studios entwickelte Flight Simulator 2020 auf die rund zwei Petabyte großen, dreidimensionalen Welt- und Objektdaten (inklusive 3D-Photogrammetriedaten) von Bing Maps zu, um Städte und Landschaften so realistisch wie möglich darzustellen. Im Unterschied zu vorhergegangenen Spielen werden also nun nicht mehr nur besonders berühmte Punkte oder Sehenswürdigkeiten von Weltrang detailgetreu abgebildet.

Allerdings gibts auch noch eine ganze Menge Städte, für die keine 3D-Gebäude hinterlegt sind – hier soll ein über die Azure-Cloud laufender KI-Algorithmus dafür sorgen, zweidimensionale Satellitenaufnahmen von Städten mit dreidimensionalen Gebäuden zu bestücken. Das gleiche gilt etwa für Waldflächen, auf die bei entsprechend geringer Flughöhe passende 3D-Bäume "gepflanzt" werden. Das hat in der Preview-Version nach einem Bericht von Polygon noch nicht an allen Stellen sauber funktioniert.

Microsoft Flight Simulator 2020: Erste Eindrücke (33 Bilder)

Microsoft Flight Simulator 2020
(Bild: Microsoft)

Fasst man alle Cloud-Daten zusammen, würde der Flight Simulator 2020 Polygon zufolge den Platz von umgerechnet 20.000 Blu-ray-Discs benötigen. Die Entwickler arbeiten derzeit daran, den Streaming-Algorithmus zu verbessern – Nutzer langsamer Internetverbindungen sollen etwa durch geschickten Preload von Umgebungsdaten ebenfalls eine ordentliche Spielerfahrung erhalten. Auch offline soll sich Flight Simulator spielen lassen, allerdings würden dann viele Landschaftselemente prozedural generiert, was nicht vergleichbar mit dem realistischen Spieleindruck der Cloud-Version ist.

Wie bereits in FSX zieht sich der Flight Simulator 2020 auch die aktuellen Wetterdaten aus dem Netz. Allerdings ist die bisher gezeigte Qualität der Wetterdarstellung tatsächlich auf Next-Gen-Niveau und wirkt stellenweise fotorealistisch. Volumetrische, dreidimensionale Wolken brechen das Licht und werfen Schatten, Wind bringt das Flugzeug realistisch in Bewegung und Regentropfen prasseln an die Scheiben. Turbulenzen werden in Echtzeit in Abhängigkeit der Wetterverhältnisse und Terrainstruktur (etwa hohe Berge) physikalisch korrekt berechnet. Spieler können in Echtzeit beobachten, wie sich Gewitter zusammenbrauen, Regenbögen entstehen oder sich auch Wolken auflösen.

Die volumetrischen Wolken bilden sich in Echtzeit und werfen Schatten.

(Bild: Microsoft)

Microsoft Flight Simulator unterstützt die 4K-Auflösung sowie den Hochkontrastmodus HDR mit einer 10-Bit-Farbtiefe – stellt also bis zu 1,07 Milliarden Farben statt nur 16,7 Millionen Farben dar. Dadurch sind auch besonders feine Abstufungen möglich, die etwa der Darstellung von volumetrischen Wolken, Nebel, Sonnenstrahlen und Reflexionen zugutekommen und in Verbindung mit einer geschickten Umgebungsverdeckung (Ambient Occlusion) einen fotorealistischen Eindruck erzeugen können. VR-Brillen wird Microsoft Flight Simulator nicht unterstützen, allerdings schließen die Entwickler eine spätere Implementierung nicht aus.

Spieler können in Microsoft Flight Simulator 2020 von über 40.000 Flughäfen starten oder direkt in der Luft loslegen. Beim Design der Flugzeuge arbeiten Microsoft und Asobo mit den Flugzeugherstellern zusammen, um etwa die virtuellen Cockpits so detailgetreu und funktional wie möglich umzusetzen. Polygon zufolge habe man teilweise sogar Zugriff auf die CAD-Dateien von Flugzeugherstellern erhalten.

Die virtuellen Cockpits sind hochdetailliert und voll funktional.

(Bild: Microsoft/Polygon)

Um den Flight Simulator 2020 technisch und spielerisch auszureizen, wird ein sehr starker Gaming-PC mit passenden Steuergeräten erforderlich sein. Das Spiel soll offen sein für Modifikationen und kompatibel zu einer sehr großen Zahl von Steuergeräten – so will Microsoft auch die eingefleischte Flugsimulator-Community zufrieden stellen.





Allerdings soll das Spiel auch auf der Xbox-Spielkonsole laufen und sich mit Xbox Controller und Xbox Adaptive Controller steuern lassen. Das Spiel ist entsprechend auch im Xbox Game Pass enthalten. Wer am neuen Flight Simulator interessiert ist und bei künftigen Betas teilnehmen möchte, kann sich beim Microsoft Flight Simulator Insider Program anmelden.

(Quelle: Microsoft)

(mfi)