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Fluent: Mozilla veröffentlicht Tool für Software-Lokalisierung

Das Open-Source-Werkzeug Fluent von Mozilla soll beim Übersetzen von Bedienoberflächen Einfaches einfach und Kompliziertes möglich machen.

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Mozilla veröffentlicht mit Fluent 1.0 einen Werkzeugkasten für die Internationalisierung von Software. Da Mozilla mit Firefox ein Produkt besitzt, das in fast hundert Sprachen übersetzt wird, kennt das Open-Source-Unternehmen die Tücken der Lokalisierung genau. So stößt das Konzept des Mappings von festen Texten und Platzhaltern für variable Werte immer wieder an Grenzen – etwa, wenn es unterschiedliche Pluralformen für verschiedene Mengen gibt oder wenn Sprachen innerhalb eines Texte das Schriftsystem wechseln können, wie es etwa im Japanischen möglich ist.

Einfach mal ausprobieren: der Online-Editor von Fluent.

Da bisherige Lokalisierungssysteme nach Angaben Mozillas mit solchen Problemen schlecht oder gar nicht zurechtkommen, entwickelte man Fluent. Mit einer Art Template-Sprache erlaubt dieses System eine "asymmetrische Lokalisierung", das Ideen von XLIFF (XML Localization Interchange File Format) und ICU (International Components for Unicode) aufgreift und weiterentwickelt. Fluent ermöglicht beispielsweise, Begriffe zusammen mit ihren grammatikalischen und typographischen Varianten zu definieren und zu referenzieren.

Während Fluent solche komplizierten Lokalisierungen erlaubt, bleibt die Syntax in einfachen Fällen simpel. Die Sprache wurde mit Blick auf Nicht-Entwickler geschrieben. Die Fluent-Spezifikation beschreibt das Dateiformat, das auf Klartextdateien basiert. Die offizielle Spezifikation inklusive der Referenzimplementierung in JavaScript liegt auf GitHub. Weitere Implementierungen gibt es für Python, Rust und .NET (letztere ist inoffiziell). In einem Fluent Playground können sich Interessierte mit dem Format vertraut machen. (dbe)