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FoeBuD hackt die Payback-Karte

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23.202 Punkte (etwa 460 Mark) hat der Bielefelder Cyberrechtsverein FoeBuD mit seinem Privacy-Hack bisher eingenommen. Die Bielefelder hatten die Privacy-Card im Frühjahr 2001 kreiert. Sie wird von allen Geschäften akzeptiert, die Rabatte über die Payback-Karte gewähren.

Es handelt sich um den Klon einer Payback-Karte, der genau tausend Mal repliziert und inzwischen gegen ein Briefkuvert samt fünf Mark etwa 800 Mal ausgegeben wurde. Nicht nur der Barcode, sondern auch der Magnetstreifen wurden dupliziert. Jede Privacy-Card verfügt damit über ein und dieselbe Kundennummer. Auf diese Weise werden auf einem einzigen Profil die Bewegungen von 800 Nutzern gespeichert – und natürlich werden die Rabatterlöse auch nur auf ein Konto überwiesen: nämlich dem von FoeBuD.

Vorsichtshalber ließ der Verein die Privacy-Card samt der Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Payback juristisch prüfen. Die Rechtsexperten kamen zu dem Schluss, dass der Einsatz "völlig legal" sei. Für Payback gibt es "keine Möglichkeit, wieder rauszukommen und die Rabattzahlungen zu verweigern," freut sich Organisator padeluun. "Denn bei der Karte handelt es sich um eine Zweitbenutzungskarte."

Ein Missbrauch findet, so ist padeluun überzeugt, nicht statt. Im Gegenteil: Die Läden, die Payback-Karten akzeptieren, werden von den Karten-Inhabern nicht boykottiert, sondern sogar gezielt angesteuert. In der Szene kommt die Privacy-Card gut an: "Endlich mal ein Hack, der Geld bringt."

Mehr in Telepolis: Der Privacy-Hack

(Christiane Schulzki-Haddouti) / (ame)