Fon verteilt WLAN-Router gratis

Der bisher für 17 Euro vertriebene WLAN-Router La Fonera kommt in Deutschland und Österreich ab sofort ohne Kosten ins Haus – wenn man seinen Internet-Zugang für den Fon-Hotspot bereitstellt.

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Von
  • Ernst Ahlers

Das Freigeben des eigenen Breitband-Anschlusses als WLAN-Hotspot setzt präparierte Router voraus, die Fon bisher subventioniert für 17 Euro abgab. Nun will das unter anderem von Google und Skype finanzierte Unternehmen seine Verbreitung in Deutschland und Österreich forcieren: Es verteilt ab sofort seine La-Fonera-Router gratis, knüpft daran aber die Zusage des Interessenten, den Hotspot auch tatsächlich in Betrieb zu nehmen. Abnehmer, die das versäumen, sollen lediglich das Gerät zurücksenden müssen. Mit der Aktion will Fon kurzfristig den Platzhirsch Telekom in Sachen Hotspot-Anzahl überflügeln. Eine Höchstzahl für die bereitgestellten Geräte nennt Fon nicht, deutet aber an, dass die Aktion bei ausbleibendem Erfolg oder ausreichender Verbreitung beendet wird.

La Fonera ist deutlich auf den Betrieb als WLAN-Hotspot ausgerichtet, wie c't in der aktuellen Ausgabe 22/06 berichtet: Das Gerät beherrschte in der getesteten Version weder Port Forwarding noch Dyndns. Es besitzt auch keine Anschlüsse für interne, per Kabel angebundene Rechner. Deshalb setzt man La Fonera am besten hinter einem bereits vorhandenen Breitband-Router ein. Dort spannt es getrennte Funkzellen für Gäste (offen) und Betreiber (WPA-verschlüsselt) auf.

Die Fon-Community teilt Internet-Anschlüsse ihrer Mitglieder (Foneros) per Funknetz auf Gegenseitigkeit – wer seinen Hotspot freigibt, kann bei anderen mitsurfen. Aber auch wer keinen Hotspot betreiben will, kann nach einer Registrierung für lediglich drei Euro pro Tag surfen. Andere Provider sind deutlich teurer. Mitgliedsgebühren nimmt Fon nicht, daher fallen für die La-Fonera-Betreiber nur die Stromkosten des Geräts an, sowie der Verzicht auf einen einstellbaren Teil der Internet-Bandbreite, während tatsächlich Gäste surfen. (ea)