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Forschungsministerium gibt Daten her

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Das Bundesministerium für Forschung und Bildung (BMBF) bietet seit ein paar Tagen in einem neuen Daten-Portal umfangreiches Zahlenmaterial des Bundes und der Länder an, ergänzt um internationale Vergleiche. Die Daten sind als HTML-, Excel- und PDF-Dateien erhältlich. So könnten sie leicht weiterverarbeitet werden. Mit Suchmechanismen sollen sich die Daten, die laufend aktualisiert werden, leichter erschließen lassen. Geboten werden Statistiken zu Forschungsausgaben des Staates und der Wirtschaft, zu Personal und zu Patenten. Auch finden sich Zahlen zu Kindergärten, Tageseinrichtungen und Schulen sowie zu Hochschulen, zur Weiterbildung und Ausbildungsförderung.

Derart umfangreich wurden die BMBF-Daten zuletzt in der Broschüre Grund- und Strukturdaten 2007/2008 (PDF-Datei) veröffentlicht. Letztmals wurden sie ähnlich detailliert im "Bundesbericht Forschung 2006" im Anhang angeführt, der auf der BMBF-Website nicht mehr verfügbar ist, dafür aber an anderer Stelle (PDF-Datei). Der seit 2008 angefertigte "Bundesbericht Forschung und Innovation" enthält keine detaillierten Statistiken. Das Fachreferat "Statistik und internationale Vergleichsanalyse" hatte sich dafür eingesetzt, die Daten online zu stellen.

Da die Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammengetragen wurden, ist noch nicht geklärt, wie und ob sie über das BMBF hinaus weiterverwendet werden können. Daher wurden sie auch noch nicht mit einem urheberrechtlichen Hinweis versehen. Auch können auf der Website vorerst noch nicht Datensätze miteinander kombiniert und in neuen Tabellen ausgegeben werden, um die Barrierefreiheit zu wahren. Solche Funktionen, wie sie beispielsweise die Weltbank mit Mapping for Results bietet, sind aber geplant. Die Daten sind auch Grundlage für den Wettbewerb Apps for Development. Ob das BMBF seine Daten für den kommenden Wettbewerb Apps für Deutschland anbieten wird, ist noch unklar. (anw)

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