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Forschungsprojekt: Wie gehen Ethik und Cybersecurity zusammen?

Welche ethischen Grundwerte spielen bei der Schaffung von Cybersecurity eine Rolle und welche werden in den Hintergrund gedrängt? Das neue Forschungsprojekt CANVAS soll das herausfinden.

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(Bild: dpa, Andrea Warnecke)

Wie das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig Holstein mitteilt, startet am 1. September das europäische Forschungsprojekt CANVAS. Es soll untersuchen, ob ethische Werte und Menschenrechte beachtet werden, wenn Cybersecurity immer wichtiger wird. Die Anwendung von Cybersecurity im Gesundheitswesen, Finanzwesen und nationale Sicherheit stehen dabei im Mittelpunkt.

Zunächst wollen die am CANVAS beteiligten Wissenschaftler, IT-Firmen und Datenschützer in einer Reihe von Workshops herausfinden, welche ethischen Grundwerte bei der Schaffung von Cybersecurity eine Rolle spielen und welche in den Hintergrund gedrängt werden. Am Ende sollen Briefing-Materialien für Politiker, ein Referenz-Studiengang für die Ethikausbildung von IT-Mitarbeitern und ein MOOC (Massive Open Online Course) für werteorientierte Cybersecurity entstehen.

CANVAS ist ein "Horizon 2020"-Projekt von elf Institutionen in sieben Ländern unter der Federführung des Ethikzentrums der Universität Zürich mit einer Laufzeit von 3 Jahren und 1,57 Millionen Euro Kosten. Eine Million kommt von der Europäischen Kommisson, 570.000 vom Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation.

Unter den elf Projektpartnern sind aus Deutschland das ULD in Kiel und die Universität Hamburg mit von der Partie. "Wir brauchen eine werteorientierte Diskussion über die Gestaltung der Digitalisierung", erklärte Projektpartner Hannes Federrath, Leiter der Arbeitsgruppe Sicherheit in verteilten Systemen an der Universität Hamburg. Die schleswig-holsteinischen Datenschützer arbeiten bei einer Reihe von Forschungsprojekten mit der Hamburger Gruppe zusammen, etwa bei AN.ONNext, das Verschleierungssyteme wie Tor und JonDonym mit einem neuen Ansatz ergänzen soll. (axk)

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