Forschungszentrum für Computer-Sicherheit geplant

Das fachübergreifende Projekt soll neben Informatikern auch Juristen und Wirtschaftsinformatiker einbinden.

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Die Passauer Universität plant die Einrichtung eines Forschungszentrums für Computersicherheit. An dem fachübergreifenden Projekt beteiligen sich der Lehrstuhl für Softwaresysteme, Juristen der niederbayerischen Hochschule sowie Wirtschaftsinformatiker aus Passau und Regensburg. Zudem soll in diesem Rahmen ein weiterer Informatik-Lehrstuhl geschaffen werden. Insgesamt könne so ein Zentrum zum Kampf gegen Computerkriminalität geschaffen werden, teilte die Uni mit.

An der Passauer Universität wird mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) seit mehreren Jahren am "Information Flow Control" geforscht (Kontrolle des Informationsflusses). Dabei geht es darum, Computersysteme zu schaffen, die nicht ausspioniert und manipuliert werden können. So soll es Saboteuren unmöglich gemacht werden, mit Viren, Würmern oder anderen schädlichen Programmen Rechner lahm zu legen.

Dafür haben die Passauer Wissenschaftler Testmethoden entwickelt, die Sicherheitslücken aufspüren sollen. "Das System arbeitet sehr genau und produziert keine falschen Alarme", sagte Professor Gregor Snelting. "Unser Analyseverfahren ist zwar aufwendiger als Standard-Prüfmethoden, dafür entgeht uns aber garantiert kein Sicherheitsloch". (dpa)/ (dz)