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Fortnite: Deutscher Cheat-Entwickler gibt auf

Nach einer Unterlassungsaufforderung von Epic Games stellt der deutsche Cheat-Anbieter EngineOwning seinen Betrieb ein. Die finanzielle Gefahr sei zu groß.

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Fortnite: Deutscher Cheat-Entwickler gibt auf

(Bild: Epic Games)

Epic Games zwingt einen deutschen Cheatentwickler mit einer Unterlassungsaufforderung, die ein Verbot zur Verbreitung von Cheats für den Battle-Royal-Shooter Fortnite beinhaltet, zur Aufgabe.

Unter dem Namen Skyfail erklärt eine, nach eigenen Angaben, 18 Jahre alte Person, die sich seit Ihrem 14. Lebensjahr für Game Hacking interessiert, in dem Foreneintrag "Farewell" (Englisch: Abschied), das Ende von EngineOwning Software UG. Das Unternehmen verkauft Mitgliedschaften, in denen die Nutzer Zugriff auf verschiedene Cheats haben, um sich einen Vorteil in Online-Partien zu verschaffen, vorzugsweise im Shooter-Genre. Die Preise reichen je nach Spiel und Dauer der gewünschten Mitgliedschaft von 3,99 Euro für drei Tage bis zu 39,99 Euro für drei Monate.

Neben Vorteilen wie die Visualisierung in Form eines Rahmens um gegnerische Spieler, die sich noch nicht im Sichtfeld des Spielers befinden und durch Wände hindurch verfolgt werden können, zählen auch eine automatische Zielerfassung und die Verbesserung von Waffen.

Fornite: Visualisierung durch Wände und automatische Zielerfassung

Laut Skyfail wurde sein Unternehmen bereits früher von Activision, dem Publisher der "Call of Duty"-Reihe, aufgefordert, die Verbreitung derartiger Manipulation-Software zu unterlassen. Da die Aufforderungen aber aus einer Anwaltskanzlei in den USA kam und auf US-Gerichtsbarkeit beruhte, habe Skyfail die Aufforderungen nach eigenen Angaben ignoriert.

Blizzard gewann 2017 vor einem Gericht gegen den deutschen World of Warcraft-Cheat-Anbieter Bossland. Bossland ist zu 8,6 Millionen US-Dollar Strafe verurteilt worden. Aus diesem Grund und der Gefahr, dass auch Epic Games diese Möglichkeit nutzen könnte, stellt EngineOwning die Verbreitung von Manipulationssoftware ein. Ob die Website der Firma aufrecht erhalten wird, ließ Skyfail in seinem Beitrag offen. Derzeit schaue er sich aber nach einem neuen Eigentümer für beide um. (bme)

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