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Fortnite macht Milliardenumsatz, PUBG fällt weit zurück

Fortnite und PUBG sind die Treiber des jungen Genres Battle Royale. Der einstige Branchenprimus PUBG strauchelt, während Fortnite Milliardenumsätze einfährt.

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Fortnite macht Milliardenumsatz, PUBG fällt weit zurück

Fortnite Battle Royale

(Bild: Epic)

Das vergleichsweise junge Spiele-Genre Battle Royale wächst weiterhin kräftig – und ein Ende ist nicht in Sicht. Die Marktforscher von Super Data Research prognostizieren in diesem Jahr ein Umsatzwachstum von 625 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mittlerweile machen die Umsätze aus Battle-Royale-Spielen bereits 12 Prozent des Umsatzes der gesamten digitalen Spielebranche aus.

Die prominentesten Titel des Genres sind Fortnite Battle Royale und Playerunknown's Battlegrounds. Fortnite allein hat bereits über eine Milliarde US-Dollar seit seinem Marktstart im Oktober 2017 umgesetzt. Fortnite ist dabei auch der absolute Spitzenreiter im Game-Streaming: So wurden im Mai 2018 laut SuperData 700 Millionen Stunden von Battle-Royale-Spielen von Nutzern gestreamt, wovon 83 Prozent auf Fortnite entfallen.

Fortnite: Battle Royale – das trendigste Spiel der Welt (5 Bilder)

Fortnite ist streng genommen nicht gleich Fortnite: Battle Royale. Im ursprünglichen Spielmodus "Rette die Welt" verteidigt man mit Unterstützern eine Basis vor Gegner-Wellen. Zu Ruhm und Erfolg brachte es aber vor allem die kostenlose Auskopplung "Battle Royale". In diesem Spielmodus wird man mit anderen Spielern auf eine Karte geworfen und muss so lange wie möglich überleben. Heute ist mit "Fortnite" fast immer die Battle-Royale-Variante gemeint.
(Bild: Epic Games)

Ein Erfolgsbaustein von Fortnite ist neben dem zugänglichen Gameplay auch, dass der Titel auf sehr vielen verschiedenen Plattformen erhältlich ist. Das Spiel läuft auf dem PC, Mac, der Playstation 4 und Xbox One sowie auf der Nintendo Switch. Allein im April und Mai hat das Spiel 296 Millionen beziehungsweise 318 Millionen US-Dollar umgesetzt.

Im Vergleich dazu erscheint Playerunknown's Battlegrounds – quasi der Genre-Begründer, sieht man von den vorherigen Mods ab – abgeschlagen. Battlegrounds erzeugte im Mai einen Umsatz von 33 Millionen US-Dollar – im Februar waren es noch 91 Millionen US-Dollar. Im gleichen Zeitraum verlor das Spiel rund fünf Millionen monatlich aktive Spieler. Dafür gibt es verschiedene Gründe: PUBG ist nicht so zugänglich, enthält immer noch eine ganze Reihe an Bugs, hat einen schlecht optimierten Netzwerkcode. Zudem haben die Entwickler noch immer nicht das seit Monaten von vielen Spielern angeprangerte Cheater-Problem in den Griff bekommen. Zahlreiche Spieler sind deshalb mittlerweile zu Fortnite gewechselt – das ist zwar bunter und bietet ein weniger erwachsenes Gameplay, ist PUBG technisch aber weit voraus.

Playerunknown's Battlegrounds: Vergleich Mobil- vs PC-Version (12 Bilder)

Mobil-Version

(Bild: Digital Foundry
)

Siehe dazu auch:

(mfi)