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Foto-Entwickler Luminar 4 bringt fünf neue Filter

Der Raw-Entwickler Luminar 4 soll Probleme lösen, nicht schaffen. Dafür bringt Skylum ein Update mit neuen Filtern auf Basis künstlicher Intelligenz.

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Auf den ersten Blick sieht Luminar aus wie jeder andere Raw-Entwickler, denn auch hier bearbeitet man Fotos mithilfe von Reglern. Der Unterschied: Das Programm des ukrainischen Herstellers Skylum bearbeitet Bilder auf Grundlage von künstlicher Intelligenz. Maschinelles Lernen soll manuelle Nacharbeit minimieren, indem Luminar Entwicklungseinstellungen anwendet, die auch ein Fotograf getroffen hätte.

Das Programm enthält verschiedene Filter, die beispielsweise den Himmel bearbeiten, Kontrast erhöhen oder Hauttöne optimieren. Die Entwicklungseinstellungen lassen sich von einem auf andere Bilder übertragen, was ein wenig länger dauern kann als bei anderen Programmen, weil jedes Bild zunächst analysiert wird. Version 4 bringt fünf neue Filter. AI steht dabei für „artificial intelligence“.

Der Filter AI Sky Replacement soll auf einer Weise den Himmel austauschen. Das Programm stellt über 20 Wolkenbilder mit verschiedenen Stimmungen zur Verfügung. Die Maske für den Himmel wird über künstliche Intelligenz erzeugt. Das soll auch bei komplizierten Strukturen, beispielsweise bei einem Foto vom Eiffelturm, für saubere Masken ohne Halos und Lücken sorgen. Die Farbtemperatur des Quellbilds passt das Programm automatisch an.

Dieser Himmel wurde mit dem "AI Sky Enhancer" in Luminar 4 eingefügt. Das Original sah weitaus trostloser aus.

Der Filter Landscape Enhancer bringt einen Regler zum Entfernen von Dunst mit, wie ihn auch andere Raw-Entwickler bieten. Eher ungewöhnlich ist der Regler zur Simulation der Goldenen Stunde. Er taucht das Foto in warme Farbstimmung.

AI Structure beeinflusst den lokalen Kontrast über einen einzelnen Regler, regelt ihn aber nicht gleichmäßig für das gesamte Bild, sondern behandelt Hauttöne anders als beispielsweise eine Ziegelwand im Hintergrund. Negative Nebeneffekte wie die als Halos bekannten Säume oder Bildrauschen soll der Filter dabei vermeiden.

Der KI-Filter "AI Structure" in Luminar 4 erhöht den Kontrast, schont aber Hauttöne.

Der AI Skin Enhancer retuschiert Falten und Unreinheiten nach einem einzigen Reglerzug, ohne dabei den charakteristischen und unerwünschten wächsernen Bildeindruck produzieren. Der zieht Filter zieht nicht die natürliche Hautstruktur in Mitleidenschaft. Schatten, Poren, Haut und Sommersprossen bleiben erhalten.

Mit dem Portrait Enhancer kann man Porträts anschließend über eine größere Anzahl an Reglern manuell weiterbearbeiten. Der Filter bearbeitet die Farbe von Haut, Augenbrauen und Lippen. Außerdem soll er Augenränder retuschieren und die Form von Lippen ändern können.

Skylum Luminar 4 soll im Herbst für Windows und macOS erscheinen und voraussichtlich 99 Euro kosten. Es läuft selbstständig oder in Photoshop und Lightroom als Plug-in.

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(akr)